Amphetamin

Amphetamin - Methamphetamin (Speed, Pep, Crystal, Meth)

Geschichte/ Kultur/ Chemie/ Gesetze

Amphetamine sind synthetische, chemisch hergestellte Substanzen, die im Vergleich mit Alkohol, Tabak oder Cannabis noch keine sehr lange Geschichte oder Kultur haben. Der Begriff Amphetamin bezeichnet einerseits eine konkrete Droge ("Speed oder Pep") andererseits sind Amphetamine aber auch eine ganze Gruppe von Substanzen, zu denen letztlich auch Ecstasy oder Crystal/Meth gehören.

Wirkungen & Risiken

Wie äußert sich die Wirkung von Amphetaminen? Je nach Art der chemischen Abwandlung des Amphetamins sehr unterschiedlich: von Euphorie bis zu halluzinogenen Effekten. Der Rausch ist nie gleich, denn er hängt auch von Eigenschaften des Konsumenten und der jeweiligen Situation ab (siehe unten). Zu den Risiken gehören Effekte wie Herzrasen, Kopfschmerzen, Übelkeit, erhöhte Körpertemperatur, Angstzustände, Aggressionen oder Verfolgungswahn. Wenn die Wirkung nachlässt können Erschöpfungszustände, Schlaflosigkeit, Depressionen, Konzentrationsstörungen und Muskelschmerzen hinzukommen. Diese Nachwirkungen können je nach Dosis auch über einige Tage andauern.
Was spielt bei der Wirkung eine Rolle?

Amphetamine und Straßenverkehr

Wenn man unter Einfluss von Amphetaminen am Straßenverkehr teilnimmt, begeht man Ordnungswidrigkeit (Geldbuße bis zu 1.500,- Euro und Fahrverbot zwischen einem und drei Monaten).  Kommen Fahrfehler, die auf den Drogenkonsum zurückzuführen sind, eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder sogar ein Verkehrsunfall hinzu, handelt es sich um eine Straftat (§ 316 StGB: Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe, § 315b StGB: Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe). Der Drogenkonsum kann bei einer Verkehrskontrolle vor Ort innerhalb kürzester Zeit mit Testgeräten im Schweiß, Speichel oder Urin festgestellt werden. Fast immer wird bei positivem Testergebnis die Fahreignung angezweifelt und eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) gefordert.

Formen von medizinischem und kontrolliertem Gebrauch

In der Medizin werden auch heute noch amphetaminähnliche Substanzen verwendet z.B. bei der Behandlung von Aufmerksamkeitsdefizitstörungen (ADHS) oder krankhafter Tagesschläfrigkeit (Narkolepsie). Es gibt Gelegenheitskonsumenten, die Amphetamine gebrauchen ohne eine psychische Störung zu entwickeln. Die Übergänge zum problematischen Konsum sind aber wie bei jeder Droge fließend. Auf jeden Fall kommt es darauf an, dass Konsumenten sich selber kritisch beobachten und darauf achten, dass sie viele andere Möglichkeiten haben ihre Freizeit zu verbringen und Probleme zu bewältigen.

Formen problematischen Gebrauchs

Es ist ein Irrglaube, dass Amphetamine zusätzliche Energie zur Verfügung stellen - sie mobilisieren lediglich die Notreserven des Körpers.
Die Substanz wird häufig gestreckt was bedeutet, dass auch andere giftige Stoffe konsumiert werden.
Das Spritzen von Amphetaminen stellt ebenso wie das Rauchen von Methamphetamin ein besonders großes Risiko dar. Überdosierungen und eine schnelle Abhängigkeit können die Folge sein. Gerade Speed ist ein Gemisch von diversen Substanzen mit einem unbekannten Amphetaminanteil und damit besteht für den Konsumenten stets das Risiko einer Überdosierung, sowie einer Unverträglichkeit von Streckmitteln.
 

Fakten und Zahlen

Die meisten Jugendlichen haben noch nie Amphetamin/Speed konsumiert. Etwa 7% der 15-16-jährigen Schüler und rund 5% der Schülerinnen in diesem Alter haben mindestens einmal diese Droge konsumiert.*
*Quelle: ESPAD-Studie, Kraus et al. (2008)
 

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