Alkohol

 Geschichte / Kultur / Chemie / Gesetze

Alkoholische Getränke sind seit Jahrtausenden fester Bestandteil unserer Kultur. Ob zum Essen, bei Anlässen zum Feiern oder zur Entspannung im Alltag - Alkohol ist fast immer mit im Spiel. Von Kultur zu Kultur ist das unterschiedlich. In manchen arabischen Ländern ist der Konsum von Alkohol nicht so verbreitet wie in vielen westlichen Ländern. In Saudi-Arabien ist der Besitz von Alkohol sogar verboten und der Handel und Schmuggel kann mit dem Tod bestraft werden.
Alkohol wird in seiner Reinform als Ethanol bezeichnet und in der Chemie mit EtOH abgekürzt. Ethanol wird hauptsächlich für die Trinkalkoholproduktion verwendet und ist Bestandteil in Genussmitteln wie Wein, Bier und Likör.

Wirkungen & Risiken

Wie äußert sich die Wirkung von Alkohol? Kleinere Mengen wirken anregend und stimmungssteigernd, auch die Kontaktfreudigkeit nimmt zu. Dann, bei immer mehr Promille, schlägt die Wirkung um und ist stimmungsdämpfend, die Aufmerksamkeit, Koordination und die Sprache werden beeinträchtigt bis hin zur absoluten Müdigkeit, Gereiztheit oder Traurigkeit. Man nennt diese entgegengesetzten Wirkungen auch „biphasische Effekte“.
Was spielt bei der Wirkung eine Rolle?

Alkohol und Straßenverkehr

Das Alkoholverbot für Fahranfänger gilt für Fahrer bis zum 21. Lebensjahr und für alle Fahranfänger während der gesamten Probezeit. Für alle anderen Verkehrsteilnehmer gilt: 

Formen von kontrolliertem und medizinischem Gebrauch

Es gibt viele Gelegenheitskonsumenten, die Alkohol trinken ohne negative Folgen, wie „Filmrisse“, Übelkeit oder Probleme mit der Polizei zu erleben. Die Übergänge zum problematischen Konsum sind aber wie bei jeder Droge fließend. Auf jeden Fall kommt es darauf an, dass Konsumenten sich selber kritisch beobachten und darauf achten, dass sie viele andere Möglichkeiten haben ihre Freizeit zu verbringen und Probleme zu bewältigen. Den Umgang mit Alkohol muss man lernen. Auch die eigenen Grenzen  muss man erst kennen lernen - das ist nicht einfach "naturgegeben". Es ist sinnvoll sich an Trinkmengen "heranzutasten" und auf einer Party nicht einfach alles zu konsumieren was vorhanden ist, nur um mitzuhalten. In den REBOUND Kursfilmen findet man gute Beispiele für verschiedene Arten des Umgangs mit Alkohol und auch anderen Drogen - positive und negative, so wie es im Leben eben ist.
Unproblematisch ist der "Gebrauch" von Alkohol als Bestandteil von Medikamenten, meist als Konservierungs- und Lösungsmittel.
 

Formen problematischen Gebrauchs

Unter "problematischem Gebrauch" versteht man den Alkoholkonsum in ganz bestimmten Situationen:

  • im Straßenverkehr (insbesondere während der Probezeit)
  • während der Arbeit im Sport, weil die Verletzungsgefahr erhöht ist
  • bei gleichzeitiger Einnahme von manchen Medikamenten

Sätze wie „Bier auf Wein, das lass sein – Wein auf Bier, das rat´ ich dir“ oder auch „Alkohol wärmt den Körper“ sind weit verbreitet aber entsprechen oftmals nicht der Wahrheit.

Zahlen und Fakten

25 % der 17- 18- Jährigen haben noch nie Alkohol getrunken.

Die große Mehrheit der 12- 17- jährigen verfügt über ein gesundheitlich risikoarmes Konsummuster
Aktuell konsumieren 6,2 % der Jugendlichen eine riskante Menge an Alkohol
Der Anteil von Jugendlichen, die einen gefährlichen Konsum  aufweisen, liegt  bei 2,0%
Männliche Jugendliche weisen einen höheren Alkoholkonsum auf als weibliche Jugendliche1
17, 4 % aller Jugendlichen (22% Jungen und 13% Mädchen) sind im Jahr 2008 regelmäßige Konsumenten (1 x  wöchentlich)1  

 
Quelle
1Drogenaffinitätsstudie 2008 der BZgA
 

 


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