Wie äußert sich die Wirkung von Cannabis? Das kann bei jedem ganz unterschiedlich sein und hängt von verschiedenen Faktoren ab:
- von der allgemeinen psychischen Verfassung
- von der momentanen Stimmung
- von den Stärken einer Person: „Kenn ich mein eigenes Limit? Weiß ich, wann ich aufhören muss?“
- der Umgebung: „Bin ich alleine oder mit anderen zusammen?“
Häufig bei einem Cannabis-Rausch ist ein Nebeneinander von anregenden und beruhigenden Wirkungen. In hohen Dosen kann Cannabis auch „halluzinogen“ wirken, das heißt man erlebt Wachträume und Verzerrungen der Wahrnehmung. Man kann allerdings davon ausgehen, dass sich die Stimmung, in der man sich gerade befindet, verstärkt wird. Was sind die negativen Wirkungen von Cannabis?
- Angst- und Panikattacken
- Verwirrtheit, Verfolgungsängste und Wahnvorstellungen
- Übelkeit und Erbrechen
- Kreislaufbeschwerden und Herzrasen
- Cannabis kann bei Menschen mit einer Veranlagung hierzu (z.B. bei Krankheitsfällen von Schizophrenie in der Familie) eine Psychose auslösen. Ein großes Problem dabei ist, dass die Betroffenen in der Regel nichts von einer solchen Veranlagung wissen und bereits ein einmaliger Gebrauch der Droge ein großes Risiko für sie darstellt.
Typischerweise kann es zu Veränderungen des Hörens, Sehens, Fühlens sowie des Raum- und Zeiterlebens kommen. Eine Stunde fühlt sich dann wie eine Ewigkeit an – oder umgekehrt. Genau das macht den Rausch für viele so attraktiv: man kann sich entspannen und Probleme ausblenden, die Wahrnehmung ist auf eine Weise verändert, die manche als cool empfinden und man spürt alles viel intensiver. Gerade wer viel kifft, um Probleme oder Stress zu vergessen ist sehr gefährdet in eine psychische Abhängigkeit zu geraten.
Bei starkem und häufigem Konsum reagiert der Körper folgendermaßen: man bekommt einen trockenen Mund, die Augen werden rot und der Blutdruck sinkt. Bei Gewohnheitskonsum kann es zu Einschränkungen des Kurzeitgedächtnisses kommen. Bei Cannabiskonsum entwickelt sich zwar keine körperliche Sucht, aber auch das Ausprobieren und mal ab und zu mit Freunden kiffen ist nicht ohne Risiko. Viele Leute finden so heraus, wie sie ihre Stimmung positiv beeinflussen können und einige finden danach immer mehr Anlässe zum Kiffen. Wenn Kiffen zu einem festen Bestandteil des Alltags geworden ist, beschäftigt man sich oftmals mit nichts anderem mehr und vernachlässigt seine Hobbies und sozialen Kontakte.