Nikotin gehört, wie auch Kokain und die Amphetamine, zu den Stimulantien, die anregend auf den Körper wirken und die Aktivität der Nerven erhöhen. Was spielt bei der Wirkung eine Rolle?
- die psychische Verfassung
- die momentane Stimmung
- die Stärken einer Person: „Kenn ich mein eigenes Limit? Weiß ich, wann ich Schluss machen muss?“
- die Umgebung: „Bin ich alleine oder mit anderen zusammen?“
Viele Leute finden Rauchen cool da viele Filme, Musiker und Werbung zeigen, dass Rauchen eine Menge positive Effekte hat. Allerdings wird es den meisten Leuten bei ihrer ersten Zigarette erst mal etwas schlecht, man muss husten und bekommt den Rauchgestank nicht los. Nikotin-Abhängigkeit holt einen schneller ein als man denkt – es gibt tatsächlich wenige Raucher, die nicht süchtig sind. Das Nikotin gelangt über die Lunge ins Blut und dann in wenigen Sekunden ins Gehirn. Dort löst es neurochemische Prozesse aus und Adrenalin wird ausgeschüttet. Das gehirneigene Belohnungszentrum wird stimuliert und man fühlt sich kurzzeitig gut. Damit beginnt die körperliche und psychische Abhängigkeit. Man möchte das Gefühl immer wieder erleben und deshalb raucht man öfter. Bald wird Rauchen zu einer Gewohnheit und gehört zum Alltag: man raucht mit Freunden, auf Partys, in Pausen, nach dem Essen, zum Kaffee und um sich zu belohnen. Das Umfeld bestärkt einen oft darin, denn man verbringt viel Zeit mit Rauchern. Langfristig schadet regelmäßiger Konsum dem Körper sehr.
Für die negativen gesundheitlichen Effekte des Rauchens sorgen neben Nikotin auch die anderen Inhaltsstoffe von Zigaretten wie Teer, Kohlenmonoxid und Ammoniak. Es können Krankheiten wie Lungenkrebs, Arteriosklerose (Verengung der Blutgefäße), Störung der Durchblutung, Bronchitis oder Asthma ausgelöst oder gefördert werden. Das Suchtpotenzial ist enorm hoch – viele Forscher vergleichen es inzwischen mit dem von Heroin. Man rutscht durch regelmäßiges Rauchen ganz schnell in eine Sucht, aus der man nur mit viel Kraft und starkem Willen wieder raus kommt.