Tobacco
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Tabak hat in seiner Verwendung als psychoaktive Substanz (Stoffe welche die Wahrnehmung und das Verhalten verändern können) eine lange Tradition. So ist von den Indianern bekannt, dass diese Tabak bereits vor einigen hundert Jahren vor allem zu rituellen Zwecken verwendeten. Bei uns in Europa verbreitete sich das Tabakrauchen vermutlich im 17 Jahrhundert, wobei Tabak damals noch in der Pfeife geraucht wurde, denn Zigaretten gab es noch nicht. Zigaretten und andere Tabakprodukte enthalten die weiterverarbeiteten, getrockneten Blätter der Tabakpflanze. Zwar enthält der Rauch einer Zigarette tausende Inhaltsstoffe, doch von diesen ist das Nikotin derjenige Inhaltsstoff, dem die Rauschwirkung, ebenso wie die suchterzeugende Wirkung zugeschrieben wird. Die gesundheitsschädliche Wirkung ist weniger dem Nikotin zuzuschreiben, als viel mehr anderen Stoffen, welche bei der Verbrennung des Tabaks entstehen (v.a. Teer und Kohlenmonoxid).
Wirkungen & Risiken
Tabak unterscheidet sich von anderen Drogen, da beim Rauchen in üblichen Mengen normalerweise höchstens ganz leichte Rauschzustände erlebt werden (Schwindel, leicht gehobene Stimmung). Nikotin gehört wie Kokain und Amphetamine zu den Stimulantien, d.h. es wirkt anregend, verbessert Konzentration und Gedächtnis. Vermutlich sind es auch diese Effekte, die Raucher als „beruhigend“ erleben obwohl die Substanz, wie gesagt, eher anregt. Wie bei allen Drogen gilt aber auch hier, dass die Tabakwirkung sehr vom psychischen Befinden (z.B. Stimmung oder Stresserleben) und der Situation (z.B. Zusammensein mit anderen) abhängt. Die meisten Jugendlichen geben an, dass sie vor allem dann rauchen, wenn sie mit anderen zusammen sind oder sich entspannen wollen.
Typische Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Durchfall oder Kopfschmerzen treten meist nur am Anfang auf und werden von Gewohnheitsrauchern nicht erlebt. Zigarettenrauchen macht sehr schnell abhängig, was vermutlich auch mit den geringen unmittelbaren negativen Effekten und der sehr milden Rauschwirkung zu tun hat. Die meisten regelmäßigen Raucher gelten nach medizinischen Merkmalen als abhängig und erleben beim Aussetzten des Rauchens deutliche Entzugserscheinungen wobei das massive Verlangen zu rauchen wohl das stärkste Entzugssymptom ist. Suchtexperten schreiben dem Tabak ein ähnliches Suchtpotenzial wie dem Heroin oder Kokain zu, d.h. man kann sehr schnell abhängig werden.
Die meisten negativen Folgen des Rauchens treten erst Jahre später auf, wobei neben Durchblutungsstörungen und Raucherhusten natürlich vor allem das Krebsrisiko deutlich erhöht ist.
Tabak und Straßenverkehr
Da Tabak (in gebräuchlichen Mengen) keine Rauschwirkung hat, bestehen auch keinerlei Einschränkungen für den Straßenverkehr.
Wie bei jeder Droge gibt es auch für den Tabak verschiedene Umgangsformen damit:
Gebrauch
Offenbar gibt es gerade beim Tabakkonsum sehr wenige Menschen, die nicht abhängig sind und dennoch rauchen. Es scheint aber auch Menschen zu geben, die nur gelegentlich mal eine Zigarette rauchen. Grundsätzlich ist aber das Rauchen immer gesundheitsschädlich, so dass nur ein seltener Konsum als Gebrauch angesehen werden kann. Wie gesagt, gelingt das nicht sehr vielen Menschen oder viele rauchen dann lieber gar nicht, denn die positiven Wirkungen werden wohl eher von abhängigen Rauchern erlebt.
Falscher Gebrauch
Das Inhalieren von Pfeifen oder Zigarrentabak in die Lunge. Trinken von Tabakaufgüssen oder Schlucken von Rauch-Tabak. Rauchen von Light-Zigaretten im Glauben, diese seien weniger gesundheitsschädlich (u.U. ist sogar genau das Gegenteil der Fall!). Shisha-Rauchen in der Überzeugung, dies sei nicht gefährlich oder krebserregend.
Problematischer Gebrauch
Die meisten Raucher gehören in diese Kategorie, d.h. sie können nicht einfach aufhören zu rauchen und oft haben sie sogar Schwierigkeiten weniger zu rauchen. Jede Form des Tabakrauchens ist gesundheitsschädlich aber gerade die hohe Regelmäßigkeit mit der Raucher Tabak konsumieren (z.B. jeden Tag 10 Zigaretten und das über Jahre) ist für die negativen Folgen wie Lungenkrebs verantwortlich.
Zahlen zum Tabakkonsum*
*Quelle: Drogenaffinitätsstudie 2008 der BZgA Der Anteil von Rauchern unter den 12-17-Jährigen ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken und die Mehrheit der Jugendlichen sind Nichtraucher.
Raucher und Nichtraucher bei den 12-17-Jährigen: Rund 15% der Jungen und 16% der Mädchen rauchen. Rund 62% der Jungen und 60% der Mädchen sind Nichtraucher.
Weiterführende Informationen und Links:
http://www.suchtzentrum.de/drugscouts/dsv3/stoff/nikotin.html
http://www.dhs.de/makeit/cms/cms_upload/dhs/dhs_basisinfo_tabak.pdf
Wissenstest:
http://www.drugcom.de/?uid=26511548d6970e3d276e57208785236f&id=check&sub=7



