FAQ - Alkohol und andere Drogen
Die Entwicklung einer Tabakabhängigkeit wird sowohl von der eigenen Umwelt (z.B. ob im Freundeskreis oder zu Hause geraucht wird) als auch von genetischen, also vererbten, Faktoren beeinflusst. Wenn z.B. dein Opa tabakabhängig war, heißt das nicht, dass du auch in jedem Fall tabakabhängig wirst. Jedoch kann man sagen, dass du eventuell eher gefährdet bist tabakabhängig zu werden. Das trifft bei Männern etwas stärker zu als bei Frauen. Nichtsdestotrotz hat die eigene Umwelt - also wie leicht man an Tabak kommt, wie deine Freunde und Familie zum Rauchen stehen und ob sie selber Rauchen, einen großen Einfluss auf die Entwicklung einer Tabakabhängigkeit.
Stand: 24.04. 2012
Autor: Philipp Steinebach
Weiterführende Infos:
Singer, Manferd V, Batra, Anil, & Mann, Karl. (2011). Alkohol und Tabak. Grundlagen und Folgeerkrankungen. Stuttgart-New York: Thieme.
Die Frage, was die erste Droge war und wann diese entstand ist schwierig zu beantworten. Grundsätzlich gibt es Pflanzen, die einen Rauschzustand auslösen können schon seitdem Pflanzen auf der Erde wachsen. Man spricht jedoch erst von einer „Droge“, wenn diese konsumiert wird, um einen Rauschzustand (also eine Veränderung des Fühlens und Erlebens) auszuösen. Man geht davon aus, dass schon vor 2,5 Millionen Jahren Vorfahren der Menschen angefangen haben, Alkohol in Form von überreifen Früchten zu essen und so einen Rausch zu erleben. Wein- und bierähnliche gegorene alkoholische Getränke wurden wohl erstmals vor 5000 Jahren im alten Mesopotamien (heute hauptsächlich Irak und Syrien) hergestellt. Die Rauschwirkung des Mohnsaftes (also Opium) ist den Menschen seit 8000 bis 5000 Jahren bekannt. In Mesopotamien und Ägypten waren Rauscherlebnisse Teil religiöser Rituale. Viele Substanzen, die wir heute wegen der Rauschwirkung als „Drogen“ bezeichnen, wurden ursprünglich als Arzneimittel entwickelt und eingesetzt.
Stand: 24.04.2012
Autor: Philipp Steinebach
Weiterführende Infos:
Singer, Manferd V, Batra, Anil, & Mann, Karl. (2011). Alkohol und Tabak. Grundlagen und Folgeerkrankungen. Stuttgart-New York: Thieme.
Junglbut, Hans-Joachim (2004). Drogenhilfe. Eine Einführung. Weinheim-München: Juventa.
http://www.drogen-wissen.de/DRUGS/DW_GE/geschichte.shtml
Guarana ist eine Lianenpflanze aus dem Amazonasgebiet in Südamerika. Ihre Beeren enthalten sehr viel gebundenes Koffein, das manchmal bei dieser Pflanze auch Guaranin genannt wird. Es wird aber, da es an Gerbstoffe gebunden ist, nach und nach freigesetzt und hat deshalb eine längere Wirkdauer. Die Wirkungen und Nebenwirkungen sind die des Koffeins; der Wirkstoff wird vielen Produkten wie Kaugummis oder Getränken zugesetzt.
Stand: 16.04. 2012
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://books.google.de/books?id=5mxA7v5RokEC&pg=PA100&dq=guarana+biochem...
http://books.google.de/books?id=BYCCBwHLNRkC&pg=PA507&dq=guarana+biochemie&hl=de&sa=X&ei=IcSKT6P-EcLm4QTx0LDnCQ&ved=0CGoQ6AEwBjgK#v=onepage&q=guarana%20biochemie&f=false
Taurin ist eine Aminosulfonsäure. Der Name kommt von dem lateinischen Namen für Stiergallenflüssigkeit, aus der Taurin das erste Mal chemisch herausgelöst wurde (Taurin kommt auch in der menschlichen Gallenflüssigkeit vor). Erwachsene Menschen können diese Substanz selbst herstellen und brauchen keine Zufuhr durch die Nahrung. Taurin bewirkt im Körper eine Anregung des Stoffwechsels und soll eine anregende Wirkung auf das Gehirn haben, deswegen wird Taurin auch häufig in Energydrinks zugesetzt.
Stand: 16.04. 2012
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://books.google.de/books?id=N1bQyq2f5CsC&pg=PA465&dq=taurin+biochemi...
http://books.google.de/books?id=8Eu_Hy8aVzMC&pg=PA328&dq=taurin+biochemie&hl=de&sa=X&ei=mr-KT8nAEZP44QSupMX-CQ&ved=0CFgQ6AEwBQ#v=onepage&q=taurin%20biochemie&f=false
Der Alkoholgehalt ändert sich nicht sofort. Durch das Erbrechen wird der Magen entleert und so verhindert, dass Alkohol, der sich vielleicht noch im Magen befindet, ins Blut übergeht. Das Erbrechen stellt also auch einen Schutzmechanismus des Körpers dar, der ab etwa 2 Promille Blutalkohol eintritt. Durch die Vergiftung des Körpers mit dem Alkohol wird das Brechzentrum im Gehirn aktiviert. Achtung: Wenn die Person, die sich erbricht, bewusstlos ist, besteht Erstickungsgefahr!
Stand: 16.04. 2012
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://books.google.de/books?id=LHyjLfia7HIC&pg=PA478&dq=erbrechen+bei+a...
http://books.google.de/books?id=u-KL9PE2_VUC&pg=PA307&dq=erbrechen+bei+a...
Die Frage, ob Alkohol statt Wasser in der Shisha schlimmere Auswirkungen hat, ist nicht einfach zu beantworten, da es bisher nicht untersucht wurde.
Die Funktionsweise einer Shisha ist folgendermaßen: in einer Shisha oder Wasserpfeife wird Tabak, oder Cannabis geraucht. Der entstehende Rauch wird durch einen mit Flüssigkeit, meist Wasser, gefüllten Behälter gezogen. Dadurch wird der Rauch gekühlt und leicht gefiltert.
Wird nun Alkohol statt Wasser in die Shisha gefüllt, so kann der heiße Rauch bewirken, dass Alkohol verdampft und eingeatmet wird. Alkohol kann nicht nur durch den Magen in den Organismus aufgenommen werden, sondern auch durch Inhalieren über die Lunge. Je heißer der Rauch wird, umso mehr Alkohol verdampft und kann in der Lunge durch die Bronchien schneller ins Blut aufgenommen werden. Das heißt, schon geringe Mengen an inhaliertem Alkohol können in kurzer Zeit einen sehr starken Rauschzustand bewirken. Die weiteren Risiken der Inhalation von Alkohol sind weitestgehend unerforscht. Bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol und Tabak bzw. Cannabis entsteht außerdem die Gefahr, dass man die Kontrolle über die Wirkung der Drogen verliert. Da man nicht genau weiß, wie Alkohol in einer Shisha wirkt, ist grundsätzlich davon abzuraten!
Stand: 15.03.2012
Autor: Philipp Steinebach
Weiterführende Infos:
http://www.drugcom.de/drogenlexikon/wasserpfeife/
Bundesinstitut für Risikobewertung
http://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte_fragen_und_antworten_zu_wasserpfeifen-8953.html
Aufnahme von Alkohol im Körper:
http://www.suchtschweiz.ch/fileadmin/user_upload/DocUpload/alkohol_koerper.pdf
http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/alkohol.html
Sogenannte „Horrortrips“ können prinzipiell bei jeder Droge, die bewusstseinsverändernd wirkt, auftreten. Ein „Horrortrip“ oder „bad trip“ kann in seinen Ausmaßen von einem als unangenehm wahrgenommenen Rausch über Angstzustände und Traurigkeit bis hin zu Panikattacken und Todesangst reichen. Da jede Droge gefühlsverstärkend wirkt, kommt es bei der Entstehung eines Horrortrips auf viele Dinge an, die unser Gefühl bestimmen: befinde ich mich an einem Ort, den ich mag; fühle ich mich in der Situation wohl; geschehen unvorhergesehene Dinge; bin ich mit Leuten zusammen, die ich als angenehm empfinde; leide ich unter Schlafentzug; habe ich nochandere Substanzen zu mir genommen etc. Jeder Umstand kann zu einem“blöden Gefühl“ führen, das die Droge durch ihre psychogenen Eigenschaften verstärken und so einen Horrortrip hervorrufen kann. Auf Wechselwirkungen von Drogen untereinander sowie einen Schlafentzug, der dieselben Symptome hervorrufen kann wie eine Droge, muss man achten. Auch der Konsum von Cannabis kann also unter den falschen Umständen zu einem „bad trip“ führen.
Stand: Januar 2012
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
- http://de.wikipedia.org/wiki/Horrortrip
- http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-h/horror-trip/
- Psychiatrie. Einschließlich Psychotherapie: Einschliesslich Psychotherapie (Springer-Lehrbuch) von Rainer Tölle, Klaus Windgassen, Reinhart G. E. Lempp und Reinmar DuBois: http://books.google.de/books?id=YSsHUgnUn20C&pg=PA171&dq=cannabis+horrortrip&hl=de&sa=X&ei=Un8ET4jUBc2KswbCxqg9&ved=0CFcQ6AEwBw#v=onepage&q=cannabis%20horrortrip&f=false
- Psychiatrie und Psychotherapie von Markus T. Gastpar, Siegfried Kasper und Michael Linden: http://books.google.de/books?id=qdcr9-9R-McC&pg=PA440&dq=cannabis+horrortrip&hl=de&sa=X&ei=Un8ET4jUBc2KswbCxqg9&ved=0CEQQ6AEwAw#v=onepage&q=cannabis%20horrortrip&f=false
- Psychopharmakologischer Leitfaden für Psychologen und Psychotherapeuten
- von Otto Benkert,Martin Hautzinger,Mechthild Graf-Morgenstern : http://books.google.de/books?id=MmPDh34SzwgC&pg=PA232&dq=cannabis+horrortrip&hl=de&sa=X&ei=Un8ET4jUBc2KswbCxqg9&ved=0CEsQ6AEwBQ#v=onepage&q=cannabis%20horrortrip&f=false
Das kommt natürlich immer auf Menge und Art der Cola und des Kaffes an. Prinzipiell geht man aber davon aus: 100ml Cola enthalten ca.10mg Koffein, 100ml Filterkaffee enthalten zwischen 60 und 100mg Koffein. Mann kan also davon ausgehen, dass Kaffee mindestens fünf Mal so viel Koffein hat wie Cola. Genaueres kann man dieser Tabelle entnehmen:
http://www.test.de/Koffeinhaltige-Getraenke-Wenn-das-Herz-schneller-schlaegt-1117094-1117137/
Stand: 16.04. 2012
Autor: Katharina Kraus
Eine Bierbong (oft auch Bierstürzer oder Saufmaschine) ist ein Gerät mit dem man große Mengen Alkohol auf einmal trinken kann.Die Engelstrompete (Brugmansia) wächst in der Natur ohne menschliches Zutun. Engelstrompete zu besitzen, einzunehmen sowie der An- und Verkauf ist in Deutschland nicht illegal. Das kommt daher, dass die Engelstrompete rechtlich als „Zierpflanze" bezeichnet wird. Weil der Gebrauch der Engelstrompete jedoch schwere psychische Störungen hervorrufen kann und oftmals tödlich endet, ist sie in vielen Ländern, z.B. den USA inzwischen verboten.
Wie bei allen „Naturdrogen", ist die Engelstrompete sehr schwer dosierbar. Die größte Gefahr der Engelstrompete besteht in sogenannten psychotischen Ausnahmezuständen, die einen, aufgrund des stundenlang anhaltenden Verlustes der Steuerungs- und Orientierungsfähigkeit, in lebensbedrohliche Lagen führen kann. Nicht selten landen Konsumenten in solchen Zuständen auch in der Psychiatrie oder im Krankenhaus. Merke: Die Engelstrompete ist nicht dosierbar, so dass die Risiken enorm groß sind!
Stand: 15.03. 2012
Autor: Philipp Steinebach
Weiterführende Infos:
Der sogenannte Trainigseffekt in Bezug auf Alkohol beruht auf der Veränderung bestimmter Rezeptoren im Gehirn. Beim Trinken von Alkohol wird ein Botenstoff ausgeschüttet, der die Wirkungen von Alkohol verursacht. Dieser Botenstoff heißt GABA (Gammaaminobuttersäure) und muss an einen Rezeptor andocken, um wirken zu können. Bei vermehrtem und zeitlich gehäuftem Alkoholkonsum versucht der Körper, die „Überschwemmung“ mit GABA zu reduzieren, indem er einfach sehr viele Rezeptoren wegnimmt und so das GABA weniger Möglichkeiten hat, seine Wirkung zu vermitteln. Um die gleiche Wirkung beim Trinken zu erzielen wie jemand „ungeübtes“ muss der „Trainierte“ den „Beschuss“ auf die verbliebenen Rezeptoren erhöhen und mehr trinken. Dieser Effekt wird so immer stärker und die Person „verträgt“ immer mehr. Seine gefährlichen und schädigenden Wirkungen verliert der Alkohol jedoch nicht und richtet so bei erhöhtem Konsum auch mehr Schaden an. Es kommen aber auch noch Veränderungen in der Leber hinzu: Beim regelmäßigen Trinken erhöht der Körper jene Enzyme in der Leber, die den Alkohol abbauen. Es kann dann mehr Alkohol in kürzerer Zeit abgebaut, d.h. aus dem Körper ausgeschieden werden.
Stand: 30.01. 2012
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
Alkohol und Alkoholfolgekrankheiten: Grundlagen - Diagnostik - Therapie von Alexander Schneider, Manfred V. Singer und Stephan Teyssen : http://books.google.de/books?id=-GroRJnvzXIC&pg=PA483&lpg=PA483&dq=alkohol+toleranz+gaba&source=bl&ots=d42lO9zn0U&sig=vXu-WhNNSJfwowud4qRUiFYlZIk&hl=de&sa=X&ei=ilcIT6GLHcunsga-vsyEDw&ved=0CFMQ6AEwBA#v=onepage&q=alkohol%20toleranz%20gaba&f=false
Pharmakologie und Toxikologie: Arzneimittelwirkungen verstehen - Medikamente gezielt einsetzen von Heinz Lüllmann, Klaus Mohr und Lutz Hein: http://books.google.de/books?id=sU5lRNdbrrkC&pg=PA573&dq=gew%C3%B6hnung+alkohol+toleranzentwicklung&hl=de&sa=X&ei=S1AIT4afAo3SswbQ5NmMBA&ved=0CEkQ6AEwBA#v=onepage&q=gew%C3%B6hnung%20alkohol%20toleranzentwicklung&f=false
http://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz_%28Medizin%29
Schwarzer Afghane ist eine Haschischart. Haschisch ist das Harz von weiblichen Cannabispflanzen, das den psychoaktiven berauschenden Stoff THC enthält. Der schwarze Afghane heißt deshalb so, weil die Farbe des Harzes durch das Kneten bei der Verarbeitung schwarz ist und weil das Harz angeblich aus Afghanistan kommt. Natürlich kann das Harz aber auch in jedem anderen Land der Welt gewonnen werden. Die verschiedenen Namen (schwarzer Afghane, roter Libanese, grüner Türke etc.) beziehen sich also auf Herkunftsort, Farbe, Verarbeitungsart und manchmal auf die Qualität.
Stand: 10.01. 2012
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Haschisch
http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/cannabis.html
Cannabis ist immer anders: Haschisch und Marihuana: Konsum - Wirkung - Abhängigkeit. Ein Ratgeber von Helmut Kuntz von Beltz : http://books.google.de/books?id=5LmqJ51G-ywC&pg=PA24&dq=schwarzer+afghan...
Bewusstseinsverändernde Pflanzen von A - Z von Angelika Prentner von Springer Vienna : http://books.google.de/books?id=4ebgzvL8Zv8C&pg=PA102&dq=schwarzer+afgha...
Das Drogentaschenbuch von Ralph Parnefjord von Thieme: http://books.google.de/books?id=-31QJ0s0iY8C&pg=PA17&dq=schwarzer+afghan...
Nein. Zu einer Abhängigkeit oder Sucht gehören mehrere Faktoren, die zusammenspielen: zum Beispiel die Umwelt oder das Milieu, in dem man sich aufgehoben fühlen kann oder aber auch alleine gelassen wird; die Droge selbst, die eine höhere oder niedrigere Wahrscheinlichkeit haben kann, eine Sucht auszulösen; und die eigene Person und Persönlichkeit, die bestimmt, ob man etwas nur aus Spaß macht oder ob man zum Beispiel eine Droge benutzt, um etwas zu vergessen, nicht mehr zu spüren (z.B. Angst, Leeregefühle oder Traurigkeit). All diese und noch mehr Umstände müssen negativ zusammenkommen, um eine Sucht überhaupt zu ermöglichen. Wenn man also aus Neugierde etwas ausprobiert, die Droge nicht missbraucht, um mit negativen Gefühlen klarzukommen, ist die Wahrscheinlichkeit einer psychischen Abhängigkeit kaum gegeben. Allerdings gibt es durchaus Drogen, die selbst nach einmaligem Konsum den Wunsch hervorrufen, die Erfahrung wiederholen zu wollen. Das ist zwar noch keine Sucht, kann aber irgendwann dazu werden. Deshalb ist es wichtig, den eigenen Umgang mit Drogen (auch Alkohol und Tabak) immer kritisch zu hinterfragen („Warum mache ich das?“, Nehme ich mehr als mir gut tut?“, „Kann ich Pausen machen?“ usw.). Eine körperliche Abhängigkeit tritt nach einmaligem Konsum auch nicht auf, da sich der Körper erst an eine Droge gewöhnen muss, um bei deren Ausbleiben einen Entzug hervorzurufen.
Stand: 10.01. 2012
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
Suchtmedizin kompakt: Suchtkrankheiten in Klinik und Praxis von Felix Tretter von Schattauer: http://books.google.de/books?id=uE-4J3mUoeUC&pg=PA11&dq=suchtdreieck&hl=...
http://www.prop-ev.de/Praevention_58_0.html
Als K.O.-Tropfen bezeichnet man grundsätzlich alle Flüssigkeiten, die jemanden gegen dessen Willen betäuben könnten oder dessen freie Willensentscheidung einschränken. Als K.O. könnten zum Beispiel Beruhigungsmittel wie Benzodiazepine, aber auch Betäubungsmittel wie Liquid XTC (GHB/GBL) verwendet werden.
K.O.-Tropfen bedeutet: Knock-out-Tropfen. Sie sind dadurch bekannt geworden, dass sie Partygästen unbemerkt in die Getränke gemischt wurden und die dadurch wehrlosen und betäubten Opfer ausgeraubt oder vergewaltigt wurden. Wie viele solcher Vorfälle es tatsächlich gegeben hat, ist nicht klar. Einerseits haben viele der Betroffenen meist auch große Mengen Alkohol zu sich genommen, andererseits sind einige der verwendeten K.O.-Tropfen nicht sehr lange im Blut nachweisbar. Die Betroffenen werden oft zunächst durch die Tropfen aufgeputscht, danach teilnahmslos und schließlich bewusstlos; sie können sich oft nach dem Vorfall an nichts mehr erinnern. Da besonders die Mischung der in den K.O.-Tropfen enthaltenen Substanzen mit Alkohol schwere Nebenwirkungen haben kann, sollte man bei jedem Verdacht sofort den Notarzt rufen! Das Verwenden von K.O.-Tropfen ist strafbar.
Stand:30.10. 2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://www.telegraph.co.uk/news/uknews/crime/6440589/Date-rape-drink-spi...
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=64656
http://www.K.O.-tropfen-nein-danke.de/
http://www.partypack.de/k-o-tropfen.137.0.html
http://www.frauengesundheitsportal.de/themen/gewalt/informationen-materi...
In den Niederlanden ist in der Tat ein Gesetz verabschiedet worden, das eine Umwandlung der Coffee-Shops in geschlossene Clubs vorsieht. In diesen Clubs können nur noch Mitglieder mit einem Mitgliedsausweis eine tägliche Menge von bis zu fünf Gramm Cannabis erwerben. Mitglieder können allerdings nur volljährige niederländische Staatsbürger werden. Es soll allerdings eine Umstellungsfrist auf dieses Mitgliedschaftsmodell geben, die unterschiedlich kurz oder lang ausfallen kann. Auch steht noch ein Gerichtsurteil darüber aus, ob Touristen nicht doch auch einen Mitgliedsausweis erwerben könnten. Da das Gerichtsurteil nicht vor Ende 2011 erwartet wird, hat die Umsetzung des Gesetzes aber noch nicht begonnen.
Stand: 31.10. 2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://english.minvws.nl/en/themes/drugs/default.asp
http://www.government.nl/News/Press_releases_and_news_items/2009/September/Government_to_scale_down_coffee_shops
http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-11/cannabis-verbot-niederlande/
http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13399183/Niederlande-wollen-Touristen-das-Kiffen-austreiben.html
http://www.welt.de/reise/nah/article13401550/In-Holland-gibt-es-kein-Hasch-mehr-fuer-Touristen.html
Leider kann man darauf keine einfache Antwort geben, sondern muss über beide Drogen genauer nachdenken. Mit „schlimm" ist wohl „gefährlich" gemeint. Beide Drogen haben eigene und ganz unterschiedliche Risiken. Die Tatsache, dass Cannabis (Marihuana, Dope) für den Körper weniger gefährlich ist, heißt nicht, dass es die einfachere Droge ist, weil sie viele psychische Risiken mit sich bringt.
Beim Konsum von Drogen (legale oder illegale psychoaktiven Substanzen) spielen immer verschiedene Dinge zusammen: Es gibt körperliche, psychische und soziale Risiken, die man kennen sollte. Die körperliche „Giftigkeit" ist beispielsweise bei Alkohol größer. Die sozialen Gefahren sind beim Kiffen größer: man kommt leichter mit dem Gesetz in Konflikt und eher mit anderen Drogen in Kontakt.
Beispiele: Alkohol ist zwar fast überall legal erhältlich, ist aber trotzdem ein Zellgift, das bereits in kleinen Mengen Schäden anrichten kann. Wer riskant trinkt (also regelmäßig oder sehr viel) schädigt das Gehirn, die inneren Organe und das Nervensystem.
Cannabis, andererseits, ist eine illegale Droge, was bedeutet, dass man gegen das Gesetz verstößt, wenn man es kauft oder besitzt. Und wenn Cannabis geraucht wird, nimmt man die gleichen Giftstoffe wie beim Zigarettenrauchen zu sich und schädigt die Lunge. Außerdem besteht die Gefahr, dass einige Menschen sogar bei einmaligem Konsum eine Psychose entwickeln (das ist eine schwere psychische Erkrankung).
Das Suchtpotential ist bei Alkohol und Cannabis ähnlich groß, wobei Cannabis eher zu psychischer Abhängigkeit führt - besonders, wenn man durch das Kiffen immer wieder einen Anlass sucht, sich vor der eigenen Realität zu drücken oder Probleme zu vergessen. Es gibt immerhin über 250.000 Cannabis-abhängige Menschen, die in Deutschland behandelt werden.
Und wer zu viel trinkt kann eine sehr starke körperliche Sucht entwickeln, bei der sehr unangenehme Entzugssyndrome auftreten.
Es ist also von Mensch zu Mensch verschieden, welche von beiden Drogen gefährlicher ist. Und das hängt auch davon ab, was man über beide Drogen weiß und wie gut man sich selber kennt.
Stand: 27.10.2011
Autor: Vanessa Gordon
Ja, da Energy-Drinks durch den Inhaltsstoff Koffein kurzfristig eine aufputschende Wirkung haben, zählen sie zu den ‚psychoaktiven Substanzen‘ und sind dadurch laut Definition eine Droge*. Auch wenn die meisten Menschen bei Energy-Drinks nicht von einer Droge* sprechen, handelt es sich doch um eine „legale Droge“, die nicht unter das Betäubungsmittel- oder Jugendschutzgesetz fällt.
Es gibt viele verschiedene Energy-Drinks auf dem Markt, deren Inhaltsstoffe verschieden sein können. Oft enthält ein Energy-Drink neben den häufigsten Inhaltsstoffen Guarana, Taurin, Süßstoffen und Vitaminen vor allem Coffein in einer Menge, die etwa mit einer Tasse Kaffee vergleichbar ist. Das enthaltende Guarana ist eine koffeinhaltige Pflanze aus Südamerika. Taurin ist ein Stoff, der den Stoffwechsel im Körper beeinflusst aber selbst nicht als Droge wirkt. Ob Taurin die leistungssteigernde Wirkung von Coffein wirklich verstärkt (wie manche Leute behaupten) ist wissenschaftlich nicht erwiesen.
Wenn viele Energy-Drinks in kurzer Zeit oder in Kombination mit anderen stimulierenden Substanzen wie z.B. Kaffee, Amphetaminen ("Speed") oder Kokain konsumiert werden, können Überdosierungserscheinungen wie Schweißausbrüche, Nervosität, Zittern, Unruhe, Angst, Herz- oder Kreislaufbeschwerden ("Herzrasen") auftreten.
Bei Menschen, die regelmäßig viel Koffein zu sich nehmen z.B. als Kaffee, grüner oder schwarzer Tee, können sich auch Entzugserscheinungen mit Kopfschmerzen, Erschöpfung und Energieverlust zeigen. Diese Symptome sollten nach ca. 2 Tagen ohne Koffein wieder abklingen.
* REBOUND versteht unter Drogen „psychoaktive Substanzen“, d.h. Substanzen, die unsere Wahrnehmung, Stimmung und Verhalten beeinflussen können. Darunter fallen auch viele legale Drogen, wie Alkohol, Nikotin oder Kaffee (vgl. REBOUND-Materialbuch, S. 132/133).
Weiterführende Infos:
http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-d/drogen/
http://www.suchtmittel.de/info/koffein/000842.php
Ja, Drogen wie z.B. LSD aber auch Amphetamine („Speed“), Kokain oder Alkohol können unter bestimmten Umständen Psychosen auslösen. Manche dieser Psychosen verschwinden wieder, wenn die Wirkung der Droge nachlässt. Das kann z.B. infolge einer Überdosis der Fall sein. Manchmal bleiben aber auch Symptome wie Realitätsverlust, Verfolgungsängste, Konzentrationsstörungen oder Schwierigkeiten beim Sprechen über viele Wochen oder sogar Monate bestehen. Dann spricht man von der Krankheit „Schizophrenie“. Diese Krankheit kann durch Drogen ausgelöst werden, wenn Menschen eine Veranlagung dazu haben (z.B. wenn in der Familie ebenfalls jemand an Schizophrenie erkrankt ist). Wer von seinen Eltern und anderen Verwandten weiß, dass diese psychisch erkrankt sind, sollte generell sehr vorsichtig im Umgang mit Alkohol und anderen Drogen sein, d.h. am besten gar nichts konsumieren.
Ja. Alkoholkonsum vor dem Schlafengehen kann die Müdigkeit erhöhen und die Zeit bis zum Einschlafen verkürzen. Dementsprechend “behandelt” sich auch ein großer Teil der Menschen mit Einschlafproblemen auf diese Weise. Allerdings ist die Anwendung nicht ohne Nebeneffekte: obwohl man schneller einschläft, sinkt die Qualität des Schlafes vor allem in der zweiten Nachthälfte (bei höheren Dosen), was am nächsten Tag zu Leistungseinbußen führen kann. Außerdem kann sich (wie bei allen Schlafmitteln) vergleichsweise schnell eine Abhängigkeit ausbilden, auch weil bei regelmäßigem Konsum höhere Mengen nötig sind, um denselben sedierenden (müde machenden) Effekt zu erzielen. Der Körper gewöhnt sich dann an die Wirkung des Alkohols, so dass zunehmend mehr Alkohol getrunken werden muss, um den gleichen Effekt zu haben.
Und warum hilft Alkohol beim Einschlafen?
Nun, Ethanol wirkt auf den Hirnstoffwechsel bzw. Rezeptoren im Gehirn (sogenanntes Gamma-Aminobuttersäure-Neurotransmittersystem). Die Aktivierung dieses Systems verringert die Aktivität von anderen Systemen: Man kann sich entspannen, man macht sich weniger Sorgen, das Stresslevel sinkt.
Stand: 20.06.2011
Autor: Scheller
Weiterführende Infos:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21323679
http://www.medscape.org/viewarticle/497982
http://pubs.niaaa.nih.gov/publications/aa41.htm
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0741832907000821
http://www.nature.com/npp/journal/v20/n3/full/1395251a.html
Welche Menge Alkohol tödlich wirkt, hängt von vielen Faktoren ab, z. B. Geschlecht, Alter, Toleranzentwicklung und körperliche Voraussetzungen des Trinkenden. Ein Schätzwert sind 3 bis 6 Promille, wobei Schwankungen nach oben und unten möglich sind. In diesen Konzentrationen kann die toxische (giftige) Wirkung des Alkohols zu Atemlähmungen und/oder Kreislaufversagen führen, so dass ohne medizinische Behandlung nach einem (mehrstündigem) Koma der Tod eintritt. Schon bei weniger Promille kann die Alkoholvergiftung tödlich verlaufen, beispielsweise bei Bewusstlosigkeit durch Unterkühlung (die Blutgefäße in der Haut erweitern sich durch den Alkohol und mehr Wärme wird an die Umgebung abgegeben) oder wenn Erbrochenes in die Lunge gerät und zum Ersticken führt.
Stand: 20.06.2011
Autor: Scheller
Weiterführende Infos:
Alkoholvergiftung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholvergiftung
Verknüpfung von Alkohol und Sterblichkeit:
http://www.api.or.at/sp/texte/001/todgift.htm
Der Einfluss von geringem Alkoholkonsum auf die Verdauung nach einer üppigen Mahlzeit ist bisher kaum wissenschaftlich untersucht worden. Auch wenn der Verdauungsschnaps das subjektive Wohlbefinden erhöht, lässt sich nicht sicher sagen, wie er sich körperlich auswirkt.
Die einzige dazu durchgeführte Studie (mit Käsefondue) hat lediglich festgestellt, dass die Verweildauer der Nahrung im Magen zunimmt, wobei offenblieb, ob das nun die Nährstoffaufnahme verbessert oder nicht. Negative Effekte wie Sodbrennen oder Blähungen erlebten die schnapstrinkenden Teilnehmer der Studie jedenfalls nicht, also scheint der Verdauungsschnaps zumindest nicht zu schaden.
Anders ist es bei Kräuterschnäpsen. Mit Inhaltsstoffen wie Anis, Enzianwurzel, Wermut, Löwenzahn oder Ähnlichem regen sie die Verdauung an. Genauso gut könnte man natürlich auch einfach einen Tee trinken.
Weiterführende Infos:
Die Studie (und daran anschließende Fachdiskussion):
http://www.bmj.com/content/341/bmj.c6731
Dazu ein Artikel in der Ärztezeitung:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_kra...
Zu Kräuterschnäpsen:
http://www.gourmetratgeber.de/Getraenke/Kraeuterschnaps_zur_Verdauung.php
Es gibt Studien, die für sehr geringen Alkoholkonsum eine gefäßschonende Wirkung beschreiben; Alkohol soll demnach helfen, Schlaganfälle und Herzinfarkte durch eine bessere Durchblutung und weniger verstopfende Ablagerungen in den Gefäßen zu vermeiden. Allerdings können die gesundheitlichen Risiken die guten Wirkungen bei weitem übertreffen und diese Wirkungen sind nur bei geringen Mengen beschrieben. Alkohol kann Leber, Gehirn und den Magen-Darm-Trakt erheblich schädigen und ist deshalb keine Medizin und kein Ersatz für einen gesunden Lebenswandel und viel Sport.
Stand: 08.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
Singer, Manfred V. & Teyssen, Stephan (2002). Moderater Alkoholkonsum - Gesundheitsförderlich oder schädlich? Dtsch Arztebl; 99(16): A-1103 / B-916 / C-858. Online unter: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=31285
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol#M.C3.B6gliche_positive_gesundheitli...
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2004/0210/007_alkohol.jsp
Legale Drogen wie Alkohol, Nikotin, Koffein kann man – wenn man die staatlichen Vorgaben, wie zum Beispiel ein ausreichend hohes Alter erfüllt – selbst im Laden kaufen oder in Gaststätten konsumieren.
Für illegale Drogen gibt es meistens Händler, sogenannte Dealer, die die Droge illegal, also unerlaubt, z.B. aus dem Ausland, wo die Kontrollen nicht so hoch sind, einschmuggeln. Werden sie nicht erwischt, können sie ihren Stoff anbieten. In Deutschland ist der Handel mit oder die Abgabe von illegalen Drogen strafbar.
Sogenannte „weiche“ illegale Drogen wie zum Beispiel Cannabis sind in manchen anderen Ländern eingeschränkt erlaubt, deswegen fahren manche Leute als „Drogentouristen“ in diese Länder, um dort zu konsumieren. Außerdem kann man pflanzliche Drogen auch selbst anbauen, man benötigt ja keine besonderen chemischen Kenntnisse oder ein Laboratorium. So werden in manchen Freundeskreisen Drogen ausgetauscht. Manche Pflanzen oder Pilze, sogenannte „Biodrogen“ wachsen auch einfach in der Natur.
Ein Zwischending sind zum einen rezeptpflichtige Medikamente, die suchterzeugend sind und illegal, wenn man sie von irgendjemandem angeboten bekommt, aber legal, wenn ein Arzt sie einem verschreibt und man sie mit dem Rezept aus der Apotheke abholt (zum Beispiel Morphium, bestimmte Schlaftabletten, aufputschende Medikamente wie Methylphenidat oder Beruhigungsmittel wie Tavor©).
Außerdem bewegen sich auch „neue“ Drogen, die gerade erst entdeckt wurden, in dieser Grauzone. Sie stammen zum Beispiel aus wissenschaftlichen Laboratorien und im Versuch dort wurden gewisse Wirkungen beobachtet. Deswegen kann man in bestimmten Netzwerken und Kreisen, wenn man ausreichend Fachwissen mitbringt und die Namen der chemischen Substanzen kennt, solche „neuen“ Drogen bis zu deren Einteilung in legal oder illegal (= Aufnahme in das Betäubungsmittelgesetz) bekommen und wie ein Versuchskaninchen an sich selbst ausprobieren, ohne dass man weiß, wie sie eventuell auf Körper und Geist wirken.
Stand: 07.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bet%C3%A4ubungsmittel
http://www.wgg-neumarkt.de/texte/drogen.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Drogenhandel
Nein, Alkohol erzeugt nur das Gefühl von Wärme, denn er öffnet die kleinen Blutgefäße überall im Körper, auch an der Haut. Das durchströmende warme Blut erzeugt ein Wärmegefühl, ähnlich wie bei einer Entzündung. In Wahrheit wird aber durch die offenen Gefäße vor allem an der Haut viel mehr Wärme an die Umgebung abgegeben als sonst. Deswegen kann man, wenn man im Winter draußen etwas trinkt, viel schneller auskühlen als normal.
Stand: 08.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol
http://www.test.de/themen/essen-trinken/meldung/Alkohol-Truegerische-Wae...
Mit einem Glas Wein kann man tatsächlich besser einschlafen, weil Alkohol auch müde und schläfrig macht. Im Laufe des Schlafes kann der Alkohol allerdings den natürlichen Rhythmus erheblich durcheinander bringen. Die Gefahr hierfür steigt mit der Menge des getrunkenen Alkohols, denn bei größeren Mengen kommt noch dazu, dass man nachts wegen der entwässernden Wirkung öfter auf die Toilette muss und einen Kater entwickelt, der die Nachtruhe stört. Im Schlaf soll sich der Körper eigentlich erholen, der Alkohol erschwert das wesentlich und stört vor allem wichtige Schlafphasen, in denen sich Körper und Geist erholen. Dies gilt übrigens auch für viele Schlafmittel, welche zwar das Ein- und Durchschlafen erleichtern aber der Schlaf dennoch nicht sehr erholsam bleibt. Also sollte man bei Schlafstörungen lieber auf Alkohol verzichten und mit seinem Arzt über andere Hilfen sprechen.
Stand: 08.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://www.netdoktor.at/nachrichten/?id=120724
http://www.schlafmedizin-koeln-merheim.de/schlafmed/schlafundalk.php?id=64
http://www.medizinfo.de/kopfundseele/schlafen/schursachen.htm
Ja, im Regelfall vertragen Frauen weniger Alkohol als Männer. Das liegt an mehreren Faktoren, zum Beispiel sind Frauen normalerweise leichter als Männer und haben hormonbedingt einen langsameren Abbau des Alkohols. Der wichtigste Grund ist aber, dass Frauen einen höheren Körperfettanteil im Vergleich zum Körperwasser haben als Männer. Alkohol verteilt sich aber nur im Körperwasser, deswegen ist bei gleicher Menge Alkohol die Konzentration im Körper bei Frauen viel höher, weil er sich nur in einer geringeren Menge Wasser verteilen kann. Deswegen wirkt die gleiche Menge Alkohol bei Frauen stärker als bei Männern.
Stand: 08.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://www.praevention.at/seiten/index.php/nav.152/view.154/level.4/
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=25083
Wasser macht zwar nicht schneller wieder nüchtern, hilft dem Körper aber, die Katersymptome zu bekämpfen. Der Alkohol wird in der Leber abgebaut und entzieht dem Körper hierbei sehr viel Wasser (deswegen „treibt“ z.B. Bier so stark). Dieses muss man ersetzen, um die Folgen des Wassermangels (Kopfschmerzen, Übelkeit etc.) zu lindern. Grundsätzlich hat die Flüssigkeitsmenge aber schon Einfluss auf die Frage, wie schnell man betrunken wird. So werden Mädchen unter anderem auch deswegen schneller betrunken als Jungs, weil sie leichter sind und ihr Körper weniger Flüssigkeit enthält (siehe hierzu auch die Frage „Vertragen Frauen weniger als Männer?“)
Stand: 08.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol
http://de.wikipedia.org/wiki/Kater_%28Alkoholintoxikation%29
http://www.kenn-dein-limit.info/index.php?id=51
Dieses Sprichwort ist falsch, denn egal wie man verschiedene Alkoholika mischt, es kommt zunächst auf die Menge an und nicht auf die Art des Getränks. Eine Möglichkeit mit der dieses Sprichwort zusammenhängen könnte, ist, dass der Zucker, der in Mischgetränken wie Cocktails, in Likören oder auch in Wein vorhanden ist, den Abbau von Alkohol verzögert und dieser damit länger wirkt – eben auch auf den Kopf, der dann am nächsten Tag dick werden kann. Es gibt aber auch weitere Ideen zum Ursprung dieses Sprichwortes, welches vermutlich aus dem Mittelalter kommt: Eine Erklärung besagt, dass der Adel das Biertrinken als unsittlich empfand und daher durch solche Sprüche unterbinden wollte. Eine andere Erklärung könnte sein, dass das Biertrinken in wohlhabenden Kreisen meist erst am späteren Abend begann, wenn bereits alle Weinvorräte aufgebraucht waren. Stieg man dann auf Bier um, so bedeutete dies einen starken „Kater“ am nächsten Tag. Dies hatte dann aber eher mit der Menge als mit der Reihenfolge von Bier und Wein zu tun. Prinzipiell empfiehlt es sich, bei einer Sorte Alkohol zu bleiben, um nicht den Überblick zu verlieren.
Stand: 08.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
Einmal süchtig – immer süchtig? Sucht hängt von vielen Faktoren ab: zum Beispiel von der Psyche, vom Körper und von der Umwelt. Jeder dieser Faktoren kann jemandem, der einmal süchtig war, zum Verhängnis werden. Vor allem aber werden durch regelmäßigen, intensiven Konsum von Alkohol und anderen Drogen im Gehirn Gedächtnisinhalte angelegt. An diese Inhalte kann sich das Gehirn auch nach langer Zeit immer noch „erinnern“, selbst wenn der ehemals Abhängige schon lange keine suchterzeugenden Substanzen mehr genommen hat. Dies nennt man auch „Suchtgedächtnis“. Es kann also passieren, dass man als Ex-Abhängiger wieder in sein altes Verhalten rutscht, wenn man sogar nur ein einziges mal wieder eine Droge nimmt (vor allem diejenige Substanz, von der jemand süchtig war). Verantwortlich hierfür ist das schon erwähnte Suchtgedächtnis, welches auch nach Jahren ohne den Konsum von Alkohol und anderen Drogen einen sehr starken Wunsch hervorrufen kann, diese Substanzen erneut zu konsumieren. Aber es gibt auch Ex-Abhängige z.B. ehemalige Alkoholiker, denen es gelingt, nach jahrelanger Sucht nur sehr selten ein Glas eines alkoholhaltigen Getränks zu trinken ohne rückfällig zu werden, d.h. wieder täglich zu trinken. Das gelingt aber nicht allen Ex-Abhängigen. Für viele bleibt also nur der totale Verzicht, lebenslang.
Stand: 08.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Abh%C3%A4ngigkeitssyndrom
http://books.google.de/books?id=qtS-0Po8T_kC&pg=PA375&dq=suchterzeugung+...
Birgitta Kolte & Henning Schmidt-Semisch (2005). Kontrollierter Drogenkonsum: Ein prekäres Paradigma? In: Legnaro, A./Schmieder, A. (Hg.): Kontrollierter Drogenkonsum – Drogenkonsum als Lebenskontrolle. Jahrbuch Suchtforschung, Bd. 5, LIT Verlag: Münster.
Rauchen verändert viele körperliche und geistige Funktionen. Nikotin versetzt den Körper in eine Art Alarmzustand, lässt den Darm mehr arbeiten und vermindert den Appetit. Dabei nimmt der Körper weniger Nahrung zu sich und baut zudem mehr Kalorien ab, als er es sonst tun würde. Psychisch vermisst der ehemalige Raucher in der Entwöhnung auch den Akt des Rauchens – zum Beispiel das Führen der Zigarette zum Mund. So kann es nach der Umstellung vom Rauchen zum Nichtrauchen zusätzlich zu gesteigerten Appetit, verminderten Kalorienabbau und zum Essen aus „Gewohnheit“ kommen, damit man eben etwas zwischen den Fingern und im Mund hat. Man nennt das auch „Ersatzbefriedigung“. Wenn man um all diese Gefahren weiß, kann man sich schon darauf einstellen und der Gewichtszunahme vorbeugen, indem man zum Beispiel auf zuckerhaltige Getränke und Süßes „zwischendurch“ verzichtet und stattdessen zu gesünderen Varianten wie Obst, Gemüse und zuckerfreien Getränken greift. Die Gewichtszunahme beim Rauchstopp lässt sich also durch gezielte Veränderungen des eigenen Essverhaltens mitsteuern.
Stand: 08.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://www.bzga.de/presse/pressearchiv/?jahr=2007&nummer=416
http://de.wikipedia.org/wiki/Nikotin#Physiologische_Wirkung
Light-Zigaretten sind nicht gesünder als normale Zigaretten. Das „Light“ bezieht sich auf eine geringere Tabakmenge pro Zigarette. Dieser Tabak enthält aber pro Gramm oft einen höheren Anteil an Nikotin, dem wirksamen Stoff im Tabak, als normaler „full flavour“-Tabak. Die Angaben „Light“ auf der Schachtel sind aber irreführend, da das Prinzip der „Light“-Zigarette auf kleinen Löchern im Filter beruht, durch die beim Ziehen der Rauch mit Luft „verdünnt“ werden soll. Dieser Effekt tritt aber nur bei einem standardisierten maschinellen Rauchtest auf, die die Schadstoffkonzentration, die beim Verbraucher ankommt, messen. Oft werden Light-Zigaretten (unbewusst) anders geraucht: Viele Raucher manipulieren diese Löcher im Filter, indem sie sie zuhalten oder stärker an der Zigarette ziehen. So inhaliert man nicht weniger Schadstoffe als bei normalen Zigaretten. Zudem werden Raucher durch die Illusion einer gesünderen Zigarette oft vom Rauchstopp abgehalten oder rauchen sogar mehr Zigaretten, als sie es bei „normalen“ tun würden. Wegen dieser Irreführung der Verbraucher wurden 2003 die Bezeichnungen „light“ und „mild“ sogar in Europa verboten. Jede Zigarette, egal ob light oder nicht, ist also gleich schädlich.
Stand: 06.06.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://www.paho.org/English/DD/PIN/ptoday21_aug06.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Zigarette#Unwirksame_.28Light-.29Leichtziga...
Ja und Nein -
im Allgemeinen gilt: „unter der Wirkung“ von Rauschmitteln ist das Führen eines Fahrzeugs ordnungswidrig. Eine Ausnahme gibt es hier nur für Alkohol: bis zu 0,5 Promille im Blut sind erlaubt.
Bei Cannabis war es lange Zeit so, dass der Nachweis von THC im Blut auch in sehr geringen Mengen als Beweis für eine Wirkung, die die Fahrtauglichkeit einschränkt, gesehen wurde.
Nachdem 2004 ein betroffener Autofahrer beim Bundesverfassungsgericht Beschwerde eingelegt hat, wurde entschieden, dass aufgrund des technischen Fortschritts in der Blutanalyse nicht mehr davon ausgegangen werden kann, dass Nachweis- und Wirkungsdauer gleich lang sind. Die Mindestkonzentration von THC im Blut, ab der anzunehmen ist, dass der Fahrer beeinträchtigt sein könnte, liegt seitdem bei 1 ng/ml. Allerdings ist damit kein Grenzwert, vergleichbar der Promille-Grenze beim Alkohol festgelegt worden. Vielmehr wurde die „Obergrenze“ an THC mit der Grenze der Nachweisbarkeit (eine Frage der Genauigkeit der Messtechnik) gleichgesetzt. Dies bedeutet, dass beim THC-Nachweis eine Meldung an die zuständige Führerscheinbehörde erfolgt, unabhängig davon, ob die Fahrtüchtigkeit tatsächlich eingeschränkt war oder nicht. Eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) soll dann klären, ob der Fahrer zur Trennung von Fahren und Konsum in der Lage ist. Kann ein Fahrer dies glaubhaft versichern, so erhält er seine Fahrerlaubnis zurück.
Wie lange es nach dem letzten Joint dauert, bis der oben genannte Wert erreicht wird, ist äußerst individuell und hängt vom Konsum-Muster ab: von wenigen Stunden bis einigen Wochen (bei regelmäßigem Konsum) ist alles drin.
Zum Vergleich: die THC-Konzentration direkt nach dem Konsum beträgt üblicherweise zwischen 100 und 200 ng/ml, drei Stunden danach, wenn die Rauschwirkung also schon vorbei ist, meist schon unter 5 ng/ml.
Der „Grenzwert“ gilt allerdings nur für den Tatbestand der Ordnungswidrigkeit nach §24a Straßenverkehrsgesetz.
Unabhängig davon kann es je nach Bundesland und persönlichem Glück des Fahrers – besonders bei höherem THC-COOH-Spiegel (ein Abbaustoff, der nicht mehr psychoaktiv, aber länger nachweisbar ist) – zur Anordnung einer MPU kommen. Eine dem Alkohol vergleichbare, eindeutige gesetzliche und auch wissenschaftlich begründete Regelung gibt es bei Cannabis nicht.
Stand: 23.05. 2011
Autor: Scheller
Weiterführende Infos:
Das Urteil des BVerfG:
http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20041221_1bvr265...
§24a, StVG:
http://www.verkehrsportal.de/stvg/stvg_24a.php
Typische Blutwerte nach Konsum (englisch):
http://www.nhtsa.gov/People/injury/research/job185drugs/cannabis.htm
Artikel mit Grafiken zu Testwerten nach verschiedenen Zeiten:
http://www.canorml.org/healthfacts/drugtestguide/drugtestdetection.html#...
Für wissenschaftlich Interessierte:
http://www.psychologie.uni-wuerzburg.de/methoden/texte/projektdarstellun...
Klare Antwort: NEIN!
In Deutschland gilt laut Betäubungsmittelgesetz BtmG, dass der Konsum von Cannabis zwar legal ist, nicht aber „Anbau, Herstellung, Handel, Einfuhr, Ausfuhr, Abgabe, Veräußerung, sonstige Inverkehrbringung, Erwerb und Besitz von allen Pflanzenteilen und Saatgut von Hanf“. Sollte also in Blut oder Urin THC nachgewiesen werden, gilt das nicht als Straftat. Allerdings wird jeder Fund in Blut oder Urin mit einem Eintrag in die Führerscheindatei geahndet und kann ab zwei Einträgen zu einem Drogenscreening führen. Wer beim Fahren erwischt wird, hat in der Regel ohnehin mit einer MPU (Medizinisch-Psychologische-Untersuchung) zu rechnen.
Die sogenannten "geringen Mengen" werden bei Fund zwar beschlagnahmt, es liegt aber im Ermessen der Staatsanwaltschaft, ob eine Anzeige erstattet wird oder nicht. Dabei wird davon ausgegangen, dass die "geringe Menge" für den Eigenkonsum gilt und das Verfahren wird vielleicht eingestellt. Die Frage, was eine "nicht geringe Menge" ist, variiert von Bundesland zu Bundesland. Es kann also sein, dass jemand in Bayern eine Gerichtsverhandlung bekommt, während jemand in Berlin (bei gleicher Menge!) straffrei bleibt. Eine bundesweite einheitliche Höchstgrenze für Eigengebrauchsmengen gibt es trotz Forderungen noch nicht. Sollte man schon einmal als „Täter“ aufgefallen sein, sollte man sich kaum Hoffnungen machen, dass kein Verfahren eröffnet wird.
Weiterführende Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtliche_Aspekte_von_Cannabis
Sowohl das Shisha- als auch das Bongrauchen sind schädlicher als das Rauchen normaler Zigaretten oder Joints, wobei es natürlich auch immer auf die Menge und Häufigkeit ankommt. Kaum ein Shisha-Raucher konsumiert den Tabak so wie ein "normaler" Zigarettenraucher, also über den ganzen Tag verteilt von morgens bis abends.
Beim Wasserpfeifenrauchen wird der Rauch aber oft viel tiefer inhaliert, als bei einer Zigarette/Joint, da das Wasser den Rauch kühlt und er deswegen nicht im Hals kratzt. Durch das Anschwellen der Rauchwaren in der Glut von Kohle entstehen durch den Tabak selbst, aber auch durch die Feuchthaltemittel, die den Rauchwaren zugesetzt sind, teilweise giftigere Verbindungen oder giftige Verbindungen in höherem Ausmaß (gilt für Shisharauchen). So sollte auch die Aufschrift „0% Teer“ nicht hinters Licht führen: der Teer entsteht hier durch das Verbrennen des Tabaks in der Glut und findet genauso den Weg in die Lungen.
Bei der Bong werden außerdem viel schneller viel höhere Konzentrationen des Wirkstoffs THC aufgenommen, als bei normalem Jointrauchen, so wird ein Rauschzustand viel schneller und heftiger erreicht.
Grundsätzlich gilt: Rauchen ist immer schädlich. Das liegt daran, dass beim Rauchen Teer entsteht, welcher krebserregend ist. Daran ändert die Konsumform (egal ob Pfeife, Wasserpfeife, Zigarette) nicht viel.
Weiterführende Infos:
http://www.bzga.de/pdf.php?id=f20de160c13c3a47900424b9e40ce09e
Eines erstmal vorneweg: Ein wirkliches Gegenmittel, welches die Wirkung von LSD oder Pilzen wieder aufhebt, gibt es nicht. Wenn es um Ängste und Panik bei Horrortrips geht, hilft es auf jeden Fall, eine ruhige Umgebung aufzusuchen und jemanden zu haben, der oder die den Konsumenten beruhigen kann und sich um die Person kümmert. Viel trinken (vor allem Wasser, nichts mit Alkohol) ist ein Gegenmittel gegen alle möglichen Drogen, da man so dem Körper hilft, die Wirkstoffe schneller auszuspülen.
Bei LSD gibt es mehrere "Gegenmittel", die aber alle verschreibungspflichtig sind und nur durch einen Arzt verabreicht werden dürfen. Das Beruhigungsmittel Valium wirkt LSD zwar nicht entgegen, kann aber Ängste oder Panik bei Horrortrips lindern. Aber auch Valium ist natürlich verschreibungspflichtig und muss vorsichtig durch einen Arzt dosiert werden.
Auch bei einem durch Pilze (sagen wir besser Psilocybin) verursachten Trip gibt es mehrere Gegenmittel (meist die gleichen wie bei LSD). Diese richten sich aber je nach dem beinhalteten Wirkstoff und dürfen auch nur durch einen qualifizierten Arzt verabreicht werden, denn diese Gegenmittel sind oft selbst sehr gefährlich und müssen auf jeden Fall richtig dosiert werden.
Grundsätzlich gilt: Am besten gar nicht konsumieren, denn einen Drogenkonsum ohne Risiko gibt es nicht. Überdosierungen sind bei halluzinogenen Drogen schnell passiert, also Vorsicht! Grundsätzlich sollte man sich immer sicher sein, dass man jemanden hat, der oder die sich um einen kümmern kann, sollte es einem schlecht gehen. Und: keine Drogen mischen (z.B. mit Alkohol oder Amphetaminen), denn dadurch erhöht sich das Risiko enorm.
Wieterführende Infos:
http://www.suchtmittel.de/info/pilze/000396.php
http://www.lycaeum.org/research/?id=5193
Aspirin wirkt schmerzlindernd und kann so die Kopfschmerzen eines Katers lindern. Allerdings kann es den Kater sogar durch die Nebenwirkungen verschlimmern, zum Beispiel die Übelkeit verstärken und Magenschmerzen hervorrufen. Ohne Nebenwirkungen kann man viel Wasser trinken und Mineralstoffe beispielsweise in Form von Salz zu sich nehmen. Möchte man etwas gegen die Schmerzen nehmen, ist Ibuprofen ungefährlicher. Zu bedenken ist aber natürlich auch, dass ein Kater immer ein Zeichen für zuviel Alkohol darstellt und das Einnehmen von Schmerzmittel nur dazu dient ein "natürliches Warnsignal" des Körpers auszuschalten!
Gurken enthalten sehr viel Wasser (97g Wasser auf 100g Gurke) und helfen so, den Körper wieder mit Wasser zu versorgen. Vor allem in Verbindung mit Salz, das die verlorenen Mineralstoffe zu ersetzen hilft, tun Gurken sicherlich gut - einfacher wäre es allerdings, schon von vorneherein viel Wasser zu trinken und Mineralstoffe in Form von salzigen Chips oder ähnlichem zuzuführen. Und letztlich ist ein Kater natürlich auch immer ein Zeichen dafür, dass man deutlich zuviel Alkohol getrunken hat.
Der Wirkstoff von Aspirin ist Acetylsalicylsäure (ASS). Diese ist - wie der Name schon sagt - sauer und somit reizend. Die durch den Alkohol ohnehin schon angegriffene Magenschleimhaut kann so noch mehr gereizt werden, was zu Sodbrennen, Magenschmerzen, Übelkeit oder im schlimmsten Falle auch zu Blutungen führen kann. Da aber Aspirin gleichzeitig die Blutgerinnung über längere Zeit hemmt, können diese Blutungen besonders schwer ausfallen und so zu einer ernsten Gefahr werden. Bei langanhaltendem Gebrauch von ASS können sogar Magengeschwüre entstehen. Außerdem besteht besondere Gefahr bei Asthmatikern, hier kann ASS einen Anfall auslösen.
Bei der Musterung wird die zu musternde Person nach Drogenkonsum befragt. Ob Drogenkonsum zugegeben wird oder nicht, ist letztlich die eigene Entscheidung. Räumt man Drogenkonsum ein oder besteht der Verdacht, dass die Person Drogen nehmen könnte, wird ein Drogenscreening im Urin durchgeführt. Fällt dieses Screening positiv aus, lassen sich also Drogen im Urin nachweisen, wird meistens ein zweiter Musterungstermin (z.B. sechs Monate später) anberaumt. Der Urintest auf Drogen kann also einfach so durchgeführt werden; es liegt im Ermessen der musternden Personen, ob dies geschieht. Unter Umständen wird dann auch ein Gespräch mit einem Psychologen oder Psychiater gefordert, der z.B. prüfen soll, inwieweit ein Substanzmissbrauch oder eine Abhängigkeit besteht. Es kann allerdings auch vorkommen, dass Informationen über ein bestehendes Suchtproblem dann an die Führerscheinbehörde weitergegeben werden. Dies hat dann zur Folge, dass eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) gefordert wird (falls derjenige eine Fahrerlaubnis besitzt).
Koffein und Cannabis haben grundsätzlich entgegengesetzte Wirkweisen: THC senkt den Blutdruck und erniedrigt die Körpertemperatur, steigert jedoch den Puls. Koffein hebt Blutdruck, Puls und Körpertemperatur an und wirkt zusätzlich entwässernd. Dadurch wird der Kreislauf sehr belastet, den THC-Spiegel in Blut/Urin kann Koffein jedoch nicht (oder nur geringfügig durch Verdünnung des Urins) senken. Es könnte den THC-Spiegel sogar erhöhen, da die Fettverbrennung angekurbelt wird und so eventuell eingelagerte THC-Abbauprodukte schneller wieder in Blut und Urin gelangen. Da Koffein eine stimulierend (anregend) wirkende Droge ist, werden einige der Wirkungen von Cannabis leicht gemindert. Der gleichzeitige Konsum von Cannabis und größeren Mengen Koffein (z.B. in Kaffee) kann allerdings auch Kreislaufbeschwerden auslösen.
Prinzipiell ist THC, der wirksame Stoff in Cannabis, ca. 12 Stunden lang im Blut nachweisbar (im Urin 2- 35 Tage). Vitamin C hilft zwar subjektiv, wenn es einem während des Rausches nicht so gut geht, auf den Abbau von THC hat es allerdings keine Auswirkungen. THC lagert sich ins Körperfett ein und wird langsam wieder daraus losgelöst und mit Urin und Stuhl ausgeschieden, Vitamin C ist aber ein wasserlöslicher Stoff, der nicht auf das Fett und die darin enthaltenen Stoffe zugreifen kann.
Cannabis steht im Verdacht, sowohl das Auftreten einer Schizophrenie bei dementsprechend veranlagten Personen zu beschleunigen, als auch den Verlauf einer psychotischen Erkrankung ungünstig zu beeinflussen. Es wird davon ausgegangen, dass eine schizophrene Erkrankung bei einer dementsprechend veranlagten Person erst dann ausbricht, wenn sie durch einen sogenannten Stressor ausgelöst wird. Ein solcher Stressor kann die Wirkung, nach dem Konsum von Cannabis sein.
Weiterführende Infos:
Das IOC hat seit Januar 1999 die Anwendung von Cannabis für die Olympischen Spiele verboten. Auf der Verbotsliste der WADA ist Cannabis unter den für Wettkämpfen verbotenen Stimulanzien aufgeführt.
Die Anwendung von Cannabis führt eigentlich nicht zu einer Verbesserung sportlicher Höchstleistungen. Allerdings kann aufgrund der beruhigenden Wirkung ein Athlet in gefährlichen Sportarten riskobereiter in den Wettkampf gehen, was womöglich dann auch zu einem besseren Ergebnis führen kann. In Spielsportarten kann ein Sportler unter Umständen nach dem Konsum von Cannabis seine Mitspieler gefährden, da er eventuell ein höheres Risiko in Zweikämpfen eingeht. Vor allem in Motorsportarten, im Skiabfahrtslauf und ähnlich gefährlichen Sportarten geht ein Cannabis konsumierender Athlet unter Umständen ein höheres Unfallrisiko ein. Darüber hinaus kommt es bei höherer Dosierung zu einer Verschlechterung der Koordination.
Der Konsum von Cannabis ist möglicherweise noch wochenlang, je nach Konzentration auch monatelang nachweisbar. Eine positive Wettkampfkontrolle kann also auch möglich sein, wenn Cannabis lange vorher konsumiert wurde. Es kann sogar schon zu einer gefährlichen Situation kommen, wenn sich der Sportler in einer Discothek aufhält, in der z. B. Marihuana geraucht wird und er dadurch passiv die Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) aufnimmt. Eine Probe wird allerdings nur positiv bewertet, wenn sie den Grenzwert von 15 ng/ml im Urin übersteigt. Der nachgewiesene Konsum von Cannabis zieht strafrechtliche, gegebenenfalls auch verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.
Weiterführende Infos:
Als „Kater“ bezeichnet man die Folgeerscheinungen von starkem Alkoholkonsum, die meist am nächsten Tag auftreten. Dazu zählen eine Beeinträchtigung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Übelkeit und Niedergeschlagenheit. Alkohol entzieht dem Körper Wasser – allerdings benötigt der Körper für den Abbau von Alkohol mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe als er aufgenommen hat. Das fehlende Wasser entzieht er den Organen - und dem Gehirn. Die Folgeerscheinungen sind, dass der Blutzuckerspiegel sinkt und Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel auftreten. Wissenschaftlich gesehen ist der Kater eine Alkoholvergiftung.
Der Begriff Psychose beschreibt eine Gruppe von psychischen Störungen bei denen die Betroffenen vorübergehend unter einem Realitätsverlust leiden. Bei jedem Erkrankten kann sich die Psychose unterschiedlich äußern: manche fühlen sich bedroht, glauben Stimmen zu hören, können sich nicht mehr konzentrieren, wohingegen andere große Angst haben oder nicht mehr richtig denken können. Generell lösen immer mehrere Faktoren gemeinsam eine Psychose aus: eine Veranlagung (z.B. wenn in der eigenen Familie ebenfalls Menschen erkrankt sind) und belastende Erlebnisse oder Stress im eigenen Leben. Manche Psychosen treten direkt nach einem Konsum von Alkohol und anderen Drogen (z.B. Cannabis) zum ersten mal auf. Wird eine Psychose durch den Konsum von Cannabis ausgelöst, spricht man auch von einer „Drogenposychose“. Eine häufige Form von Psychose ist die Krankheit Schizophrenie. Bei dieser leiden die Betroffenen an den oben beschriebenen Symptomen. Es ist sehr wichtig, dass eine Therapie so früh wie möglich beginnt, aber manche Psychosen können selbst dann immer wieder im Leben zurückkehren.
Weiterführende Infos:
http://www.medizinfo.de/kopfundseele/psychose/ursache.htm
http://www.psychose.de/wissen-ueber-psychosen-01.html
http://www.medhost.de/gesundheit-lexikon/psychose.html
GHB ist die Abkürzung für Gammahydroxybuttersäure, GBL ist ein Vorläufer von GHB und wird im Körper nach Einnahme zu GHB verstoffwechselt, das heißt umgewandelt.
Einerseits werden diese Stoffe in der Medizin als Narkosemittel eingesetzt, andererseits sind sie seit einiger Zeit unter dem Namen „Liquid Ecstasy“ bekannt, obwohl sie mit dem „normalen“ XTC (Ecstasy bzw. MDMA) chemisch und in der Wirkweise nichts zu tun haben.
In niedrigen Dosen wirken GHB und GBL ähnlich wie Alkohol stimulierend, stimmungsaufhellend, aufputschend und enthemmend. In höheren Dosen dämpfen die beiden Mittel, machen teilnahms- und willenlos, wirken stark einschläfernd und rufen Bewusstlosigkeit hervor.
GHB und GBL wirken je nach Dosis auf körpereigene Botenstoffe vor allem im Gehirn, deren aufputschende (geringe Dosis) oder dämpfende Wirkung (höhere Dosis) sie verstärken. Bei Überdosierung oder in Mischung mit anderen Drogen wie Alkohol, Heroin, Kokain etc. können gefährliche Nebenwirkungen auftreten, die bis zum Atemstillstand führen können. Außerdem werden GHB und GBL als sogenannte K.O.-Tropfen missbraucht, d.h. sie wurden im Zusammenhang mit Vergewaltigungen eingesetzt.
GHB unterliegt im Gegensatz zu GBL dem Betäubungsmittelgesetz.
Stand: 31.10.2011
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://www.partypack.de/ghb.40.0.html
http://www.aerzteblatt.de/int/article.asp?id=61380
http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/liquidxtc_ghb.html
https://www.thieme-connect.com/DOI/DOI?10.1055/s-0029-1245885
Für das Jahr 2010 liegen die Zahlen für Personen zwischen 10 und 20 Jahren vor, die im Krankenhaus wegen einer Alkoholvergiftung behandelt wurden. 2010 mussten sich ca. 26.000 Jugendliche in diesem Alter einer Behandlung unterziehen. Für das Jahr 2009 liegen genauere Zahlen vor: im Alter von 10 – 20 Jahren wurden 26.428 Personen erfasst, für das Alter von 20 – 25 Jahren 11.258 Personen und von 25 – 30 Jahren 7159. Das macht insgesamt für 2009 ca. 45.100 Behandlungen von Personen mit der Diagnose „akute Alkoholintoxikation“ im Alter von 10 – 30. Prozentual kann man das nicht genau angeben, da ja eine Person mehrmals behandelt worden sein könnte. Zum Bingedrinking gibt es keine so gute Datenlage, da diese Zahlen auf Eigenangaben in Befragungen beruhen und nicht, anders als Krankenhausaufenthalte, objektiv erfasst werden können. Hier habe ich eine Zahl aus dem Jahr 2007 gefunden, wonach 26% der befragten Jugendlichen angaben, in den letzten 30 Tagen ein Bingedrinking-Erlebnis gehabt zu haben. Andere Befragungen aus dem selben Jahr kamen auf ein Ergebnis von 19% bei den 12-17jährigen.
Stand: 31.01.2012
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
http://www.bag-jugendschutz.de/PDF/alkohol-dossier.pdf
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Gesundheit/Krankenhaeuser/Aktuell,templateId=renderPrint.psml
http://www.zeit.de/online/2007/14/alkoholmissbrauch
http://www.ginko-stiftung.de/zahlen/zahlen_alkohol.aspx#anker3
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Gesundheit/Krankenhaeuser/Tabellen/Content100/DiagnoseAlkoholJahre,templateId=renderPrint.psml
http://de.wikipedia.org/wiki/Rauschtrinken#Binge-Drinking
Das Bauchgefühl ist insofern oft richtig, als dass man nichts tun sollte, was man nicht möchte, aber beispielsweise dazu gedrängt wird, sich aber auch nichts verbieten sollte, was man wirklich tun möchte. Das Bauchgefühl beruht auf allem Wissen und allen Erfahrungen, die man im Laufe seines Lebens gemacht hat. Beim Bauchgefühl sprechen wir auch von Intuition, d.h. wir haben intuitiv (also ohne das bewusst erklären zu können) eine Ahnung das etwas für uns gut oder schlecht ist. Ein Bauchgefühl ist auf jeden Fall immer ein guter Anlass, um sich Zeit zu lassen, eine richtige Entscheidung zu treffen.
Stand: 31.01.2012
Autor: Katharina Kraus
Krokodil ist eine äußerst gefährliche Droge, die aus Russland kommt. Sie hat eine ähnliche Wirkung wie Heroin und man kann sie sehr billig bekommen, daher wird sie als Heroin-Ersatzdroge bezeichnet. Der Konsum und die Nebenwirkungen haben gravierende und lebensgefährliche folgen auf den Körper und die Psyche. Die Haut wird grünlich-grau verfärbt und am ganzen Körper kommt es zu Schuppen. Darauf folgend sterben Haut und Muskel allmählich ab. Im Endstadium kommt es zu einer drastischen Gewebeverlust bis zum Knochen, so dass sehr häufig verschiedene Körperteile amputiert werden müssen. Die Folge des Konsums ist in den meisten Fällen innerhalb von kurzer Zeit der Tod.
Stand: 16.04.2012
Autor: Hanna Leshukovich
LSD (LysergSäureDiethylamid) ist eine farb-, geschmack- und geruchlose Substanz die Halluzinationen also Sinnestäuschungen hervorruft. Da in der Natur kein reines LSD vorzufinden ist, wird es im Labor künstlich hergestellt. Es gibt verschiedene Produktionsmethoden, deren Ausgangsstoff entweder Lysergsäure, Mutterkornalkaloide oder Lysergsäuremonohydrat ist. Durch die chemische Verknüpfung von Lysergsäure und Propanolamin wird das LSD Alkaloid hergestellt. Lysergsäure kann durch die chemische Spaltung eines Mutterkornalkaloids gewonnen werden. Da die einzelnen Bestandteile des LSD für die Synthese schwierig bereitzustellen sind, wird es weltweit nur in wenigen Laboratorien hergestellt.
Stand: 16.04. 2012
Autor: Hanna Leshukovich
Weiterführende Infors:
Albert, Hofmann (1979): LSD - Mein Sorgenkind. Stuttgart Ernst Klett Verlag
Nein. Erwachsene dürfen so viel Alkohol trinken wie sie wollen. Allerdings gibt es Situationen in denen es verboten ist betrunken zu sein und es wird eine sog. Punktnüchternheit verlangt. So ist es untersagt betrunken am Straßenverkehr teilzunehmen. Auch im Beruf kann es durch Betrunkenheit zu Problemen kommen.
Stand: 04.04. 2012
Autor: Philipp Steinebach
Weiterführende Infos:
Zu Alkohol im Straßenverkehr:
- http://www.tuev-sued.de/fuehrerschein_pruefung/aktuell_informiert/alkoho...
- http://www.drugcom.de/haeufig-gestellte-fragen/fragen-zu-alkohol/welche-...
Zu Alkohol am Arbeitsplatz:
Ja. Der Körper gewöhnt sich mit der Zeit an Alkohol und verträgt immer größere Mengen. Ein an Alkohol gewöhnter Trinker fühlt sich bei einem hohen Alkoholpegel nicht so stark betrunken wie ein ungeübter Trinker. Das kommt daher, dass die Leber eines Vieltrinkers Alkohol schneller abbauen kann. Jedoch muss ein an Alkohol gewohnter Trinker auch mehr trinken um den erwünschten Rauschzustand zu erreichen, d.h. um sich betrunken zu fühlen. Das Trinken von immer mehr Alkohol um sich betrunken zu fühlen kann zu einer Alkoholabhängigkeit führen. Lange andauernder Alkoholmissbrauch kann außerdem zur Schädigung des Körpers führen.
Stand: 16.04.2012
Autor: Philipp Steinebach
Weiterführende Infos:
http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-a/alkohol/
- Lindenmeyer, J. (2005) Lieber schlau als blau. Weinheim, Basel: Beltz Verlag,.
Ja. Bis zur Volljährigkeit sind die Eltern (bzw. Erziehungsberechtigte) für die Kinder verantwortlich. Zu dieser Verantwortung gehört es auch, ihre Kinder vor den Gefahren von Alkohol und anderen Drogen zu schützen. Wenn Eltern wissen, dass Kinder Alkohol in größeren Mengen zu sich nehmen, bzw. hochprozentige Alkohol konsumieren, was bei ihnen zu gesundheitlichen Schäden führt, dann können sie wegen fahrlässigem Handeln bestraft werden. Auch wenn die Eltern zulassen, dass z.B. im Rahmen einer Hausparty von Kindern exzessiv Alkohol konsumiert wird, sind sie strafbar.
Stand: 04.04.2012
Autor: Ede Nagy
Weiterführende Infos:
Bei den meisten Erkrankungen sollte man die bewusstseinsverändernden Drogen eher vermeiden. Die Krankheit ist für den Organismus schon eine große Belastung. Wenn man zusätzlich noch Drogen nimmt, sind die Reserven des Körpers bald ausgeschöpft. Bei bestimmten Erkrankungen werden jedoch verschiedene Substanzen zur Behandlung eingesetzt, die sonst verboten sind. So hat sich THC (der Wirkstoff von Cannabis) in der Behandlung der Begleitsymptome von autoimmunen Erkrankungen (z.B. Aids, Multiple Sklerose), sowie bei der Schmerztherapie, Angsterkrankungen und Depressionen als wirksam erwiesen. Auch wurde gezeigt, dass die Einnahme von Cannabinoiden das Risiko für das Auftreten epileptischer Anfälle mindert. Wegen verschiedenen Nebenwirkungen, wie z.B. Auslösung einer Psychose (schwere psychische Erkrankung) oder Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, ist jedoch THC für die Behandlung oder Vorbeugung von Epilepsie nicht zugelassen. Da es schwierig abzuschätzen ist, welche langfristigen Folgen der Cannabiskonsum bei sich selbst haben kann, ist es eher davon abzuraten.
Stand: 04.04.2012
Autor: Ede Nagy
Weiterführende Infos:
http://www.uniklinik-freiburg.de/epilepsie/live/infos/cannabisundepileps...
Die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre kann vom saurem Saft, der aus dem Magen zurückfließt (daher der Name Reflux) verätz werden. Ursache kann ein übermäßiger und langfristiger Konsum (Missbrauch) von Alkohol, Nikotin, Kaffee, fetten Speisen oder scharfen Gewürzen sein. Daher sollte man diese eher in mäßigen Mengen konsumieren.
Stand: 04.04.2012
Autor: Ede Nagy
Weiterführende Infos:
http://www.magen.hexal.de/erkrankungen/sodbrennen-reflux.php
Grundsätzlich gilt: der gleichzeitige Konsum von verschiedenen Drogen (Alkohol ist ja auch eine Droge) ist immer gefährlich. Durch die Wechselwirkung verschiedener Substanzen ist die Wirkung schwierig abzuschätzen. Dazu kommt noch, dass viele illegale Drogen oft verunreinigt sind, was unvorhersehbare Reaktionen bei der Einnahme auslösen kann. Wenn man zum Beispiel Alkohol und Speed gleichzeitig konsumiert, spürt der Konsument die Wirkung von Alkohol weniger, was bei gesteigertem Konsum zur Vergiftung führen kann. Dazu kommt, dass Alkohol, wie Cannabis, Speed oder Ecstasy das Wasser dem Körper entziehen, was Austrocknung und Kreislaufkollaps zur Folge haben kann. Die Wirkung der einzelnen Substanzen kann sich durch den Mischkonsum auch vervielfachen, wie z.B. bei gleichzeitigem Ecstasy- und Speedkonsum. Durch die schwierige Dosierbarkeit besteht hierbei die Gefahr einer Überdosis. Der Organismus wird stark belastet und es treten oft unangenehme psychische und körperliche Begleiterscheinungen, wie Kontroll- und Realitätsverlust oder Angstattacken bis zum Bewusstseinsverlust und Kollaps auf.
Stand: 04.04.2012
Autor: Ede Nagy
Weiterführende Infos:
Der Alkoholgehalt gibt an, wie viel Alkohol in Volumenprozent (Vol %) in einem Getränk enthalten ist. Das bedeutet beispielsweise, dass in einem Liter Bier mit 5 Vol % Alkoholgehalt 50ml reiner Alkohol enthalten sind. Das entspricht ca. 39,5g reinem Alkohol. Für Frauen liegt der empfohlene Alkoholkonsum bei höchstens täglich 20g, bei Männern bei 40g. Oberhalb dieser Grenzen treten Schädigungen des Körpers auf. Der Alkoholgehalt der verschiedenen Getränke hängt im Wesentlichen von der Art der Herstellung ab. Spirituosen wie zum Beispiel Schnäpse werden destilliert, das heißt, der Alkoholgehalt eines vergorenen Getränks wird künstlich durch Erhitzen gesteigert, da so das verdünnende Wasser abdampft. Wein und Bier wird einfach nur vergoren und je nach Zuckergehalt der Trauben oder des Malzes entsteht dann der individuelle Alkoholgehalt. Deswegen haben verschiedene Wein- und Biersorten auch einen verschiedenen Alkoholgehalt.
Stand: 18.04.2012
Weiterführende Infos:
http://books.google.de/books?id=v5w5AAAAcAAJ&pg=PA79&dq=alkoholgehalt+ge...
https://www.kenn-dein-limit.info/
http://www.kontrolliertes-trinken.de/download/pdf/kt_anhang-S105-106.pdf
http://books.google.de/books?id=rQ37-0fDJm0C&pg=PA619&dq=alkoholkonsum+t...
Die Einnahme von Cannabis (besonders in hohen Dosen) kann akute psychotische Symptome und Wahrnehmungsstörungen (Hören von nicht existierenden Stimmen und Geräuschen, Trugbilder, Traumzustände, das Gefühl, verfolgt zu sein, Realitätsverlust) auslösen. Diese verschwinden in der Regel wieder nach einigen Tagen und hinterlassen keine Folgeschäden. Man geht davon aus, dass bei anfälligen oder psychisch labilen Personen, die Cannabis konsumieren, eine bislang verborgene psychotische Erkrankung (wie z.B. Schizophrenie) eher zum Ausbruch kommt als bei Abstinenten. Meist tritt die Krankheit zwischen der Pubertät und dem Alter von 30 Jahren auf. Dabei spielen genetische Faktoren eine bedeutende Rolle.
Es können bei verstärktem Alkoholkonsum allerdings Halluzinationen oder Wahnvorstellungen innerhalb von zwei Wochen auftreten. Diese halten jeweils nicht länger als 48 Stunden an.
Es können sowohl von Cannabis als auch von Alkohol paranoide Symptome auftauchen. Wenn die nach maximal zwei Wochen nicht ausklingen oder auch ohne Rauschmittelkonsum zu spüren sind, ist es ratsam, eine ärztliche Meinung einzuholen.
Stand: 04.04.2012
Autor: Philipp Steinebach
Weiterführende Infos:
Gouzoulis-Mayfrank, E.: Doppeldiagnose Psychose und Sucht, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Aachen, 2004
Alkoholismus oder Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, für die sich die Forschung nicht einig ist, ob sie vererbt werden kann oder nicht. Einerseits weiß man aus der Zwillingsforschung, dass bestimmte Gene bei der Alkoholabhängigkeit eine Rolle spielen. Andererseits wird nicht jeder, der diese Genvarianten in sich trägt, zum Alkoholiker. Man kann aber eine Veranlagung für erhöhte Suchtgefahr durchaus vererben. D.h. Kinder von alkoholkranken Eltern haben ein erhöhtes Risiko selbst eine Suchterkrankung zu entwickeln. Ob ein Kind von solchen Eltern selbst alkoholabhängig wird hängt aber viel von seinem gesamten Umfeld (Einstellung zum Alkohol, Häufigkeit des Konsums) und von seiner Lebenssituation ab (Familie, Bekannte, Freunde als Unterstützer, Helfer). Solange die Eltern als Vorbilder gelten, sie aber den Alkohol als „Helfer“ und „Retter“ oder als Lösung von Notlagen präsentieren und die Kinder diese Einstellung übernehmen ist es höchstwahrscheinlich, dass sie auch abhängig werden. Aber allein durch die Gene und ohne weiteres ist es eher unwahrscheinlich, ein Suchtverhalten herbeizuführen.
Stand: 27.04.2012
Autor: Preslava Sayvanska
Weiterführende Infos:
Bundesministerium für Bildung und Forschung: Suchtforschung auf neuen Wegen, 2004.
Ein unkluger oder übermäßiger Alkoholkonsum kann das Gehirn doppelt schädigen: einmal akut, sobald man Alkohol zu sich nimmt, und einmal auf lange Sicht, also chronisch, bei regelmäßigem Alkoholkonsum.
Akut bewirkt Alkohol, dass diejenigen Stoffe, die die Nervenzellen im Gehirn vor Umwelteinflüssen und so vor Schädigung schützen sollen, sehr schnell abgebaut werden. Das kann bereits bei einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille passieren. Die Nervenzellen, auch Neuronen genannt, sind so „oxidativem Stress“ und schädlichen Einwirkungen aus der Umwelt ausgesetzt und können schneller Schaden nehmen oder sogar absterben.
Auf lange Sicht bei regelmäßigem, starkem Alkoholkonsum nimmt das Gehirn großflächiger Schaden - man spricht von "innerer und äußerer Gehirnatrophie". Das bedeutet, dass das Gehirn in allen Bestandteilen schrumpft, weil Nervenzellen (die graue Masse außen) und Verbindungen zwischen Zellen (die weiße Masse innen) absterben. Besonders in einem Teil des Gehirns, dem Stirnlappen, der Handeln und Planen mitbestimmt, und im Hippocampus, der für die Gedächtnisbildung mitverantwortlich ist, kann man eine Schrumpfung bei Menschen sehen, die alkoholkrank sind. So lassen sich auch die Spätfolgen von Alkoholmissbrauch wie Gedächtnisstörungen und Verhaltensauffälligkeiten gut erklären. Die Spätfolgen kommen einerseits durch den langanhaltenden Stoffwechselstress, wie er auch akut auftritt, zustande, andererseits durch die Mangelversorgung mit für die Nervenzellen (Neuronen) lebenswichtigen Vitaminen, die bei Alkoholkrankheit auftritt. Die Schädigung des Gehirns kann durch lange Abstinenz wieder zum Teil rückgängig gemacht werden.
Stand: 31.01.2012
Autor: Katharina Kraus
Weiterführende Infos:
Singer, Manferd V, Batra, Anil, & Mann, Karl. (2011). Alkohol und Tabak. Grundlagen und Folgeerkrankungen. Stuttgart-New York: Thieme.
- Tretter, Felix. (2008). Suchtmedizin kompakt. Suchtkrankheiten in Klinik und Praxis. Stuttgart: Schattauer.
- Biller, A., Bartsch, A. J., Homola, G., Solymosi, L., & Bendszus, M. (2009). The effect of ethanol on human brain metabolites longitudinally characterized by proton MR spectroscopy. J Cereb Blood Flow Metab, 29(5), 891-902 (vlg. Web LINK zum Abstract)
- Möller, HJ, Laux, G, Kapfhammer, HP (2005) Psychiatrie und Psychotherapie. Heidelberg: Springer Medizin Verlag (vgl. Web LINK)
- Über das Korsakow-Syndrom: http://www.bist-du-staerker-als-alkohol.de/index.php?id=255 (Bist-du-stärker-als-Alkohol ist eine Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)




