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Kokain wird aus den Blättern der Kokapflanze gewonnen. In Südamerika wird sie bereits seit einigen tausend Jahren als Kulturpflanze angebaut. Das Kauen von Koka-Blättern oder das Zubereiten als Tee hat eine sehr lange Tradition in Ländern wie Bolivien und Peru. Die Inkas, ein Südamerikanischer Stamm, haben das Kauen der Koka-Blätter zur Linderung von Hunger und Schmerzen genutzt, was auch heute in den Anden noch verbreitet ist. Das Schnupfen des weißen Pulvers Kokain ist allerdings noch nicht sehr lange bekannt. Kokain wird in die Nase gezogen (gesnieft), geraucht oder gespritzt. Die Aufnahme über den Mund ist aufgrund der geringeren Wirkung und dem fehlenden „Kick“ nicht mehr verbreitet.
Wirkungen & Risiken
Wie äußert sich die Wirkung von Kokain? Das totale Gefühl zufrieden zu sein und sich selbstbewusst und unverwundbar zu fühlen. Der Kick dauert allerdings nur wenige Minuten in denen man sich super selbstbewusst und fit fühlt und mit jedem reden könnte. Danach folgt aber schnell das Down: man fühlt sich gereizt und niedergeschlagen und hat Angstzustände. Je öfterman kokst, desto schlimmer werden die negativen Effekte und sie halten immer länger an. Was spielt bei der Wirkung eine Rolle?
Kokain und Straßenverkehr
Wer unter Einfluss von Kokain am Straßenverkehr teilnimmt, begeht eine Ordnungswidrigkeit (Geldbuße bis zu 1.500,- Euro und Fahrverbot zwischen einem und drei Monaten). Kommen drogenbedingte Fahrfehler, eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder sogar ein Verkehrsunfall hinzu, handelt es sich um eine Straftat (§ 316 StGB: Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe, § 315b StGB: Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe). Der Drogenkonsum kann bei einer Verkehrskontrolle vor Ort innerhalb kürzester Zeit mit Testgeräten im Schweiß, Speichel oder Urin festgestellt werden. Beim Nachweis der Substanz wird in der Regel eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) gefordert.
Formen von kontrolliertem und medizinischem Gebrauch
In der Medizin wird Kokain heute kaum noch verwendet. Es gibt Gelegenheitskonsumenten, die Kokain gebrauchen ohne je eine Sucht, eine körperliche oder psychische Störung zu entwickeln. Die Übergänge zum problematischen Konsum sind aber wie bei jeder Droge fließend. Auf jeden Fall kommt es darauf an, dass Konsumenten sich selbst kritisch beobachten und darauf achten, dass sie viele andere Möglichkeiten haben ihre Freizeit zu verbringen und Probleme zu bewältigen.
Formen problematischen Gebrauchs
Auf dem Schwarzmarkt gehandeltes Kokain wir häufig gestreckt und kann giftige Substanzen enthalten. Oft werden auch Amphetamine beigemischt, die dann unbeabsichtigt konsumiert werden. Der Gebrauch von anderen Drogen in Kombination mit Koks ist riskant, da die Wirkung negativ beeinflusst oder verstärkt werden kann.
Wann wird der Gebrauch problematisch?
- der regelmäßige und exzessive Gebrauch von großen Mengen
- das Suchtrisiko ist beim Rauchen von Kokain oder Crack enorm hoch
Fakten und Zahlen
Die meisten Jugendlichen haben noch nie Kokain konsumiert. Rund 4% der 15 bis 16-jährigen Schüler und rund 3% der Schülerinnen in diesem Alter haben mindestens einmal diese Droge konsumiert.*
*Quelle: ESPAD Kra us et al. (2008)