Medikamente

Medikamente

Geschichte/ Kultur/ Chemie/ Gesetze

Der Begriff „Medikament“ kommt von dem Lateinischen medicamentum und heißt Heilmittel. Pflanzliche Heilmittel werden schon seit Menschengedenken verwendet. Kräuter und Pflanzen, die das Bewusstsein erweitern, wurden in der Tradition der Völker als Möglichkeit gesehen Weissagungen und prophetische Aussagen intuitiv zu geben. Ein Beispiel dafür aus der griechischen Geschichte kann in dem Orakel von Delphi gesehen werden: die Priesterin trank ein Kräutergemisch, um sich mit den Göttern in Verbindung zu setzten.

Wirkungen & Risiken

Medikamente lassen sich nach therapeutischem Zweck in unterschiedliche Gruppen einteilen:

 

Medikamente und Straßenverkehr

Viele Medikamente schränken die Fahrtauglichkeit ein. Die Hersteller von Medikamenten sichern sich in der Regel durch eine Standardformulierung im Beipackzettel ab. Es wird darauf hingewiesen, dass das Reaktionsvermögen beeinträchtigt werden kann und sicheres Fahren dann nicht mehr gewährleistet ist. Allgemein gilt:  Wer unter Einfluss von berauschenden Substanzen am Straßenverkehr teilnimmt, begeht eine Ordnungswidrigkeit (Geldbuße bis zu 1.500,- Euro und Fahrverbot zwischen einem und drei Monaten).  Kommen drogenbedingte Fahrfehler, eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder sogar ein Verkehrsunfall hinzu, handelt es sich um eine Straftat (§ 316 StGB: Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe, § 315b StGB: Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe).

Formen von medizinischem und kontrolliertem Gebrauch

Medikamente werden in der Medizin zur Behandlung von folgenden Krankheiten eingesetzt:

 

Formen problematischen Gebrauchs

Der Gebrauch von Medikamenten zusammen mit anderen Drogen kann zu unvorhersehbaren Wirkungen führen und unter Umständen tödlich enden. Beispielsweise ist das Kombinieren von Ecstasy mit MAO-Hemmern (Antidepressiva) hoch gefährlich. Stark beruhigend und schlaffördernd wirkende Medikamente können das Reaktionsvermögen, die Aufmerksamkeit und die Leistungsfähigkeit einschränken. Vor allem im Straßenverkehr, in der Schule und bei der Arbeit kann dies problematisch werden und Risiken bergen.

 

Fakten und Zahlen

Mindestens einmal im Leben haben 2,9 % der Schülerinnen und Schüler Beruhigungs- oder Schlafmittel ohne ärztliche Verschreibung eingenommen, etwas mehr Mädchen (3,0 %) als Jungen (2,7 %). Der Großteil der 15/16-jährigen Schülerinnen und Schüler haben aber verschreibungspflichtige Beruhigungs- und Schlafmittel nicht häufiger als 5 mal konsumiert.
* Quellen: ESPAD (Kraus et al. 2008)
 

 

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