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Alkohol

Wer macht sich strafbar, wenn sich jemand über 16 Jahre Alkohol legal kauft und es unbeabsichtigt jemandem gibt, der unter 16 Jahre ist?

In diesem Fall machen sich beide Personen, die 16 jährige Person, die den Alkohol weitergibt und ebenfalls die Person, die ihn illegal konsumiert, strafbar. Laut § 9 Abs.1 Nr.2 des Jugendschutzgesetzes darf man ab dem Alter von 16 Jahren Bier, Wein und Sekt, sowie Mixgetränke, die die genannten Getränke beinhalten konsumieren. Diese Altersgrenze sinkt auf 14 Jahre falls eine Begleitung eines Erziehungsberechtigten anwesend ist (Eltern, Vormund). Beim Weiterreichen von Alkohol an Personen, die unter 16 Jahre alt sind verstößt man ebenfalls gegen das Jugendschutzgesetz § 9 und man muss mit einem Bußgeld rechnen, dessen Betrag je nach Sachverhalt variiert.

Quellen und weiterführende Links:

http://www.blja.bayern.de/textoffice/gesetze/juschg/9.html

http://www.jugendschutzaktiv.de/das_jugendschutzgesetz/wie_wird_das_gesetz_angewandt/dok/20.php

http://www.prop-ev.de/Praevention_58_0.html (Prop e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und arbeitet in den Schwerpunkten Prävention, Jugendhilfe und Suchttherapie. Prop e.V. ist korporatives Mitglied der Arbeiterwohlfahrt.)

Datum: 7.1.2013

Bearbeitet von Ina Hoerst

Nein. Auf Dauer ist es für einen Alkoholiker ungesünder weiter zu trinken. Der fortwährende Konsum schädigt verschiedene innere Organe dauerhaft und senkt die mentale und die körperliche Leistungsfähigkeit erheblich. Ein Grund dafür ist, dass im Gehirn bei jedem Rausch Hirnzellen absterben und dadurch zum Beispiel das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr richtig arbeiten kann. Auch das Herz leidet unter dem kontinuierlichen Trinken, so dass es zu Herzrhythmus- und Durchblutungsstörungen kommen kann. Am häufigsten betroffen von chronischem Konsum ist aber die Leber, da sie den Alkohol fast vollständig allein abbaut. In der Folge verändert sich ihre Struktur und es kann zu Funktionsstörungen oder im fortgeschrittenen Stadium zu einer Leberzirrhose (schwere Organstörung) kommen. Weiter trinken heißt häufig, den Entzugserscheinungen entgehen, die sich äußerst unangenehm und ungesund anfühlen, weil der Körper auf die fehlende Droge reagiert, anfangs etwa mit Zittern, Kopfschmerzen und Erbrechen. Bei chronischen Trinkern kommen Krampfanfälle und häufig das „Delirium Tremens“ hinzu, das heißt Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Verwirrtheit und erhöhter Herzschlag.

Quellen:

Singer, Manfred V, Batra, Anil, & Mann, Karl. (2011). Alkohol und Tabak. Grundlagen und Folgeerkrankungen. Stuttgart-New York: Thieme.

www.drugcom.de

Mit einem Glas Wein kann man tatsächlich besser einschlafen, weil Alkohol auch müde und schläfrig macht. Im Laufe des Schlafes kann der Alkohol allerdings den natürlichen Rhythmus erheblich durcheinander bringen. Die Gefahr hierfür steigt mit der Menge des getrunkenen Alkohols, denn bei größeren Mengen kommt noch dazu, dass man nachts wegen der entwässernden Wirkung öfter auf die Toilette muss und einen Kater entwickelt, der die Nachtruhe stört. Im Schlaf soll sich der Körper eigentlich erholen, der Alkohol erschwert das wesentlich und stört vor allem wichtige Schlafphasen, in denen sich Körper und Geist erholen. Dies gilt übrigens auch für viele Schlafmittel, welche zwar das Ein- und Durchschlafen erleichtern aber der Schlaf dennoch nicht sehr erholsam bleibt. Also sollte man bei Schlafstörungen lieber auf Alkohol verzichten und mit seinem Arzt über andere Hilfen sprechen.

Stand: 08.06.2011

Autor: Katharina Kraus

Weiterführende Infos:

http://www.netdoktor.at/nachrichten/?id=120724

http://www.schlafmedizin-koeln-merheim.de/schlafmed/schlafundalk.php?id=64

http://www.medizinfo.de/kopfundseele/schlafen/schursachen.htm

Wenn man in einer Ausnüchterungszelle gelandet ist, muss man zwar nicht direkt Bußgeld zahlen, man muss aber auf jeden Fall für die entstandenen Unkosten aufkommen. Die rechtliche Grundlage für die Unterbringung in einer „Ausnüchterungszelle“ der Polizei ist der §28 des Polizeigesetzes. Dieser regelt die Ingewahrsamnahme (Inhaftierung) einer Person durch die Polizei und tritt dann ein, wenn eine Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt. Für die Kosten der polizeilichen Maßnahmen muss die in Gewahrsam genommene Person selbst aufkommen. Diese beinhalten die Aufenthaltskosten in der „Ausnüchterungszelle“ sowie deren Reinigung, falls sie notwendig geworden sein sollte. Zusätzlich können Beförderungskosten und die Einsatzkosten der Polizei in Rechnung gestellt werden. Erfordert der Zustand der Person eine Überprüfung der Haftfähigkeit durch einen Arzt, können weitere Kosten entstehen. Letzten Endes spielt auch das Bundesland in dem man sich befindet noch eine Rolle bei der Höhe der Kosten. Folgt man den Berichten einiger Betroffener, ist mit Kosten in Höhe von 100 bis 200€ zu rechnen.

Stand: 13.09.2012

Autor: Maximilian von Heyden

Weiterführende Informationen:

C. Stoerner: Der polizeiliche Gewahrsam – unter besonderer Berücksichtigung des Unterbindungsgewahrsams. 1998. Polizeigesetz des Landes Baden-Württemberg

Alkohol (wie viele synthetische Drogen) ist ein starkes Nervengift, das das Gehirn beeinflusst. Das Gehirn koordiniert unter anderem unsere willkürlichen und unwillkürlichen (reflexiven) Bewegungen. Krampfanfälle und Zuckungen sind typische Entzugssymptome bei chronischem Alkoholkonsum. Bei schwierigen Fällen kommt es zu zerebralen (gehirnbezogenen) Anfällen, was oft mit Krämpfen, Zuckungen und auch Delirium einhergeht. Eine angeborene Neigung zur Empfindlichkeit für die schädliche Wirkung von Alkohol ist dabei entscheidend dafür, ob man auch nach gelegentlichem Konsum bzw. kleineren Konsummengen Krämpfe oder Zuckungen hat. Insbesondere bei Menschen, die an Epilepsie erkrankt sind, sind können diese Symptome in Folge des Alkoholkonsums auftreten. Eine Epilepsie (= Krampfanfall, Krampfleiden) stellt eine gleichzeitige Übererregbarkeit vieler Hirnzellen dar, was sonst im normalen Ablauf des Gehirns nicht vorkommt. Es gibt sehr viele verschiedene Epilepsieformen. Typisch ist ein Anfall bei jungen Menschen unter Alkoholeinfluss zum Beispiel bei der juvenilen(= jugendlich) myoklonischen (= von Muskelzuckungen begleitet) Epilepsie, die auch Janz-Syndrom genannt wird. Diese gutartige Anfallsform ist die häufigste Epilepsieart im Alter von 15 – 20 Jahren. Es ist eine idiopathische – das heißt, dass man nicht weiß, woher es kommt – Epilepsie, die vermutlich vererbt wird. Sie präsentiert sich typischerweise mit folgenden Symptomen: Anfälle beim Aufwachen oder in der Zeit danach (zum Beispiel im Bad oder am Frühstückstisch), bei denen typischerweise die beiden Arme oder Hände zucken; der Patient bleibt dabei bei vollem Bewusstsein und beschreibt es wie einen Stromstoß oder plötzliches Erschrecken. Oft fällt das lange nicht auf, weil die Betroffenen und deren Eltern dem keine Bedeutung beimessen oder es sogar eher ins Lächerliche ziehen („Ein komischer Tick“, „Ungeschicklichkeit“). Die Krampfanfälle können typischerweise durch Schlafentzug, Stresssituationen, Stroboskoplicht und eben Alkoholkonsum ausgelöst werden. Allerdings kann es auch bei dieser eigentlich gutartigen Anfallsform zu „großen“, sogenannten Grand-Mal (= franz. großes Übel) Krampfanfällen mit Bewusstseinsverlust kommen, bei denen der Betroffene am ganzen Körper zuckt und krampft. Diese Anfälle können sehr gefährlich sein, da das Gehirn bei länger dauernden Anfällen in Mitleidenschaft gezogen wird und der Patient sich während des Anfalls verschlucken oder verletzen kann. Deswegen sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen, wenn einem so etwas im großen wie im kleinen schon einmal passiert ist. Die juvenile myoklonische Epilepsie kann üblicherweise sehr gut mit Medikamenten behandelt werden.

Stand: 31.07. 2012

Autor: Katharina Kraus

Weiterführende Informationen:

Praktische Epilepsiebehandlung von Dieter Schmidt, Christian Erich Elger, Thieme Verlag (2005)

Das große TRIAS-Handbuch Epilepsie von Krämer, Günter, Thieme Verlag (2005)

Handbuch Der Epilepsien: Klinik, Diagnostik, Therapie Und Psychosoziale Aspekte von Christoph Baumgartner, Springer Verlag (2001)

Epilepsien von Bettina Schmitz, Bernhard J. Steinhoff, Thieme Verlag (2008)

Treatment Options in Juvenile Myoclonic Epilepsy, von Laura Mantoan und Matthew Walker, Current Treatment Options in Neurology, 2011, Volume 13, Number 4, Seiten 355-370

Juvenile myoclonic epilepsy under-diagnosed syndrome, von Bozić K, Bukurov KG, Slankamenac P, Pogancev MK, Sekulić S Med. Pregl. 381-5 64 (2011)

Punktnüchternheit bedeutet, dass Alkohol nur in bestimmten, geeigneten Situationen getrunken wird: also kein Alkohol im Verkehr, bei der Arbeit/Schule, in der Schwangerschaft oder während man bestimmte Medikamente zu sich nimmt. Außerdem bedeutet es, dass ein Mensch nach dem Konsum von Alkohol (oder anderen Drogen!) auf den Punkt genau wieder nüchtern ist – nämlich dann, wenn er es sein muss, um sich oder andere nicht zu gefährden. Das ist eine Fähigkeit, die viele Menschen erst erlernen müssen. Punktnüchternheit schließt das Trinken von Alkohol in folgenden Situationen aus: am ungeeigneten Ort zur ungeeigneten Zeit für bestimmte Personengruppen und in bestimmten Situationen Ungeeignete Orte sind z. B. der Arbeitsplatz und die Schule; eine ungeeignete Zeit ist die Teilnahme am Straßenverkehr. Personengruppen bei denen Punktnüchternheit immer gilt sind Schwangere und abstinent lebende Alkoholabhängige. Ungeeignete Situationen sind demnach Veranstaltungen, wie z. B. Demonstrationen oder Sportveranstaltungen, bei denen durch Alkoholkonsum zum Beispiel Gewalttätigkeit gefördert werden könnte

Stand: 09.07. 2012

Autor: Henrik Jungaberle

Weiterführende Informationen:

Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Alkohol, S. 11 Internetseiten der „Aktionswoche Alkohol“, organisiert von der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (dhs)

Infoblatt zur Punktnüchernheit der Arbeitnehmerkammer Bremen: http://www.arbeitnehmerkammer.de/cms/upload/Downloads/Info_Gesundheit/Alkohol2008.pdf

Ein unkluger oder übermäßiger Alkoholkonsum kann das Gehirn doppelt schädigen: einmal akut, sobald man Alkohol zu sich nimmt und einmal auf lange Sicht, also chronisch, bei regelmäßigem Alkoholkonsum.
Akut bewirkt Alkohol, dass diejenigen Stoffe, die die Nervenzellen im Gehirn vor Umwelteinflüssen und so vor Schädigung schützen sollen, sehr schnell abgebaut werden. Das kann bereits bei einem Blutalkoholwert von 0,5 Promille passieren. Die Nervenzellen, auch Neuronen genannt, sind so „oxidativem Stress“ und schädlichen Einwirkungen aus der Umwelt ausgesetzt und können schneller Schaden nehmen oder sogar absterben.


Auf langer Sicht bei regelmäßigem, starkem Alkoholkonsum nimmt das Gehirn großflächiger Schaden zu - man spricht von "innerer und äußerer Gehirnatrophie". Das bedeutet, dass das Gehirn in allen Bestandteilen schrumpft, weil Nervenzellen (die graue Masse außen) und Verbindungen zwischen Zellen (die weiße Masse innen) absterben. Besonders in einem Teil des Gehirns, dem Stirnlappen, der Handeln und Planen mitbestimmt und im Hippocampus, der für die Gedächtnisbildung mitverantwortlich ist, kann man eine Schrumpfung bei Menschen sehen, die alkoholkrank sind. So lassen sich auch die Spätfolgen von Alkoholmissbrauch wie Gedächtnisstörungen und Verhaltensauffälligkeiten gut erklären. Die Spätfolgen kommen einerseits durch den langanhaltenden Stoffwechselstress, wie er auch akut auftritt, zustande, andererseits durch die Mangelversorgung mit für die Nervenzellen (Neuronen) lebenswichtigen Vitaminen, die bei Alkoholkrankheit auftritt. Die Schädigung des Gehirns kann durch lange Abstinenz wieder zum Teil rückgängig gemacht werden.

 

Stand: 31.01.2012
 
Autor: Katharina Kraus

Weiterführende Infos:

Singer, Manferd V, Batra, Anil, & Mann, Karl. (2011). Alkohol und Tabak. Grundlagen und Folgeerkrankungen. Stuttgart-New York: Thieme.

Tretter, Felix. (2008). Suchtmedizin kompakt. Suchtkrankheiten in Klinik und Praxis. Stuttgart: Schattauer.Biller, A., Bartsch, A. J., Homola, G., Solymosi, L., & Bendszus, M. (2009). The effect of ethanol on human brain metabolites longitudinally characterized by proton MR spectroscopy. J Cereb Blood Flow Metab, 29(5), 891-902 (vlg. Web LINK zum Abstract)Möller, HJ, Laux, G, Kapfhammer, HP (2005) Psychiatrie und Psychotherapie. Heidelberg: Springer Medizin Verlag (vgl. Web LINK)Über das Korsakow-Syndrom: http://www.bist-du-staerker-als-alkohol.de/index.php?id=255 (Bist-du-stärker-als-Alkohol ist eine Webseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)

Der Alkoholgehalt gibt an, wie viel Alkohol in Volumenprozent (Vol %) in einem Getränk enthalten ist. Das bedeutet beispielsweise, dass in einem Liter Bier mit 5 Vol % Alkoholgehalt 50ml reiner Alkohol enthalten sind. Das entspricht ca. 39,5g reinem Alkohol. Für Frauen liegt der empfohlene Alkoholkonsum bei höchstens täglich 20g, bei Männern bei 40g. Oberhalb dieser Grenzen treten Schädigungen des Körpers auf. Der Alkoholgehalt der verschiedenen Getränke hängt im Wesentlichen von der Art der Herstellung ab. Spirituosen wie zum Beispiel Schnäpse werden destilliert, das heißt, der Alkoholgehalt eines vergorenen Getränks wird künstlich durch Erhitzen gesteigert, da so das verdünnende Wasser abdampft. Wein und Bier wird einfach nur vergoren und je nach Zuckergehalt der Trauben oder des Malzes entsteht dann der individuelle Alkoholgehalt. Deswegen haben verschiedene Wein- und Biersorten auch einen verschiedenen Alkoholgehalt.

 

Stand: 18.04.2012

Weiterführende Infos:

http://books.google.de/books?id=v5w5AAAAcAAJ&pg=PA79&dq=alkoholgehalt+ge...
https://www.kenn-dein-limit.info/
http://www.kontrolliertes-trinken.de/download/pdf/kt_anhang-S105-106.pdf
http://books.google.de/books?id=rQ37-0fDJm0C&pg=PA619&dq=alkoholkonsum+t...

Die Einnahme von Cannabis (besonders in hohen Dosen) kann akute psychotische Symptome und Wahrnehmungsstörungen (Hören von nicht existierenden Stimmen und Geräuschen; Trugbilder; Traumzustände; das Gefühl, verfolgt zu sein; Realitätsverlust) auslösen. Diese verschwinden in der Regel wieder nach einigen Tagen und hinterlassen keine Folgeschäden. Man geht davon aus, dass bei anfälligen oder psychisch labilen Personen, die Cannabis konsumieren, eine bislang verborgene psychotische Erkrankung (wie z.B. Schizophrenie) eher zum Ausbruch kommt als bei Abstinenten. Meist tritt die Krankheit zwischen der Pubertät und dem Alter von 30 Jahren auf. Dabei spielen genetische Faktoren eine bedeutende Rolle.

Es können bei verstärktem Alkoholkonsum allerdings Halluzinationen oder Wahnvorstellungen innerhalb von zwei Wochen auftreten. Diese halten jeweils nicht länger als 48 Stunden an.
Es können sowohl von Cannabis als auch von Alkohol paranoide Symptome auftauchen. Wenn die nach maximal zwei Wochen nicht ausklingen oder auch ohne Rauschmittelkonsum zu spüren sind, ist es ratsam, eine ärztliche Meinung einzuholen.
 

Stand: 04.04.2012

Autor: Philipp Steinebach

Weiterführende Infos:

Gouzoulis-Mayfrank, E.: Doppeldiagnose Psychose und Sucht, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Aachen, 2004

Alkoholismus oder Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit, für die sich die Forschung nicht einig ist, ob sie vererbt werden kann oder nicht. Einerseits weiß man aus der Zwillingsforschung, dass bestimmte Gene bei der Alkoholabhängigkeit eine Rolle spielen. Andererseits wird nicht jeder, der diese Genvarianten in sich trägt, zum Alkoholiker. Man kann aber eine Veranlagung für erhöhte Suchtgefahr durchaus vererben. Dies bedeutet, dass Kinder von alkoholkranken Eltern ein erhöhtes Risiko haben selbst eine Suchterkrankung zu entwickeln. Ob ein Kind von solchen Eltern selbst alkoholabhängig wird hängt aber viel von seinem gesamten Umfeld (Einstellung zum Alkohol, Häufigkeit des Konsums) und von seiner Lebenssituation ab (Familie, Bekannte, Freunde als Unterstützer, Helfer). Solange die Eltern als Vorbilder gelten, sie aber den Alkohol als „Helfer“ und „Retter“ oder als Lösung von Notlagen präsentieren und die Kinder diese Einstellung übernehmen ist es höchstwahrscheinlich, dass sie auch abhängig werden.  Aber allein durch die Gene und ohne weiteres ist es eher unwahrscheinlich, ein Suchtverhalten herbeizuführen.

Stand: 27.04.2012

Autor: Preslava Sayvanska

Weiterführende Infos:

Bundesministerium für Bildung und Forschung: Suchtforschung auf neuen Wegen, 2004.

www.alkoholsucht.eu/alkoholismus-ursachen-und-entstehungsbedingungen

Der Alkoholgehalt ändert sich nicht sofort. Durch das Erbrechen wird der Magen entleert und so verhindert, dass Alkohol, der sich vielleicht noch im Magen befindet, ins Blut übergeht. Das Erbrechen stellt also auch einen Schutzmechanismus des Körpers dar, der ab etwa 2 Promille Blutalkohol eintritt. Durch die Vergiftung des Körpers mit dem Alkohol wird das Brechzentrum im Gehirn aktiviert. Achtung: Wenn die Person, die sich erbricht, bewusstlos ist, besteht Erstickungsgefahr!

Stand: 16.04. 2012

Autor: Katharina Kraus

Weiterführende Infos:

http://books.google.de/books?id=LHyjLfia7HIC&pg=PA478&dq=erbrechen+bei+a...
http://books.google.de/books?id=u-KL9PE2_VUC&pg=PA307&dq=erbrechen+bei+a...

Nein. Erwachsene dürfen so viel Alkohol trinken wie sie wollen.  Allerdings gibt es Situationen in denen es verboten ist betrunken zu sein und es wird eine sog. Punktnüchternheit verlangt. So ist es untersagt betrunken am Straßenverkehr teilzunehmen. Auch im Beruf kann es durch Betrunkenheit zu Problemen kommen. 

 

Stand: 04.04. 2012

Autor: Philipp Steinebach

Weiterführende Infos:

Zu Alkohol im Straßenverkehr:


http://www.tuev-sued.de/fuehrerschein_pruefung/aktuell_informiert/alkoho...
http://www.drugcom.de/haeufig-gestellte-fragen/fragen-zu-alkohol/welche-...

Zu Alkohol am Arbeitsplatz:


http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/Arbeitsfeld_Arbeitsplatz/Alk...
http://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/alkoholverzicht/alkohol-am-arbeits...

Ja. Der Körper gewöhnt sich mit der Zeit an Alkohol und verträgt immer größere Mengen. Ein an Alkohol gewöhnter Trinker fühlt sich bei einem hohen Alkoholpegel nicht so stark betrunken wie ein ungeübter Trinker. Das kommt daher, dass die Leber eines Vieltrinkers Alkohol schneller abbauen kann. Jedoch muss ein an Alkohol gewohnter Trinker auch mehr trinken um den erwünschten Rauschzustand zu erreichen, d.h. um sich betrunken zu fühlen. Das Trinken von immer mehr Alkohol um sich betrunken zu fühlen kann zu einer Alkoholabhängigkeit führen. Lange andauernder Alkoholmissbrauch kann außerdem zur Schädigung des Körpers führen.

Stand: 16.04.2012

Autor: Philipp Steinebach

Weiterführende Infos:

http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-a/alkohol/

Lindenmeyer, J. (2005) Lieber schlau als blau. Weinheim, Basel: Beltz Verlag,.

Ja. Bis zur Volljährigkeit sind die Eltern (bzw. Erziehungsberechtigte) für die Kinder verantwortlich. Zu dieser Verantwortung gehört es auch, ihre Kinder vor den Gefahren von Alkohol und anderen Drogen zu schützen. Wenn Eltern wissen, dass Kinder Alkohol in größeren Mengen zu sich nehmen, bzw. hochprozentige Alkohol konsumieren, was bei ihnen zu gesundheitlichen Schäden führt, dann können sie wegen fahrlässigem Handeln bestraft werden. Auch wenn die Eltern zulassen, dass z.B. im Rahmen einer Hausparty von Kindern exzessiv Alkohol konsumiert wird, sind sie strafbar.  

Stand: 04.04.2012
 
Autor: Ede Nagy
 

Weiterführende Infos:

http://www.sgbviii.de/S37.html
http://www.lmj-rlp.de/uploads/media/JuSchG_Info.pdf

Die empfindliche Schleimhaut der Speiseröhre kann vom saurem Saft, der aus dem Magen zurückfließt (daher der Name Reflux) verätz werden. Ursache kann ein übermäßiger und langfristiger Konsum (Missbrauch) von Alkohol, Nikotin, Kaffee, fetten Speisen oder scharfen Gewürzen sein. Daher sollte man diese eher in mäßigen Mengen konsumieren. 

Stand: 04.04.2012

Autor: Ede Nagy

Weiterführende Infos:

http://www.magen.hexal.de/erkrankungen/sodbrennen-reflux.php

Grundsätzlich gilt: der gleichzeitige Konsum von verschiedenen Drogen (Alkohol ist ja auch eine Droge) ist immer gefährlich. Durch die Wechselwirkung verschiedener Substanzen ist die Wirkung schwierig abzuschätzen. Dazu kommt noch, dass viele illegale Drogen oft verunreinigt sind, was unvorhersehbare Reaktionen bei der Einnahme auslösen kann. Wenn man zum Beispiel Alkohol und Speed gleichzeitig konsumiert, spürt der Konsument die Wirkung von Alkohol weniger, was bei gesteigertem Konsum zur Vergiftung führen kann. Dazu kommt, dass Alkohol,  wie Cannabis,  Speed oder Ecstasy das Wasser dem Körper entziehen, was Austrocknung  und Kreislaufkollaps zur Folge haben kann. Die Wirkung der einzelnen Substanzen kann sich durch den Mischkonsum auch vervielfachen, wie z.B. bei gleichzeitigem Ecstasy- und Speedkonsum. Durch die schwierige Dosierbarkeit besteht hierbei die Gefahr einer Überdosis. Der Organismus wird stark belastet und es treten oft unangenehme psychische und körperliche Begleiterscheinungen, wie Kontroll- und Realitätsverlust oder Angstattacken bis zum Bewusstseinsverlust und Kollaps auf.

Stand: 04.04.2012

Autor: Ede Nagy

Weiterführende Infos:

http://www.drogen-info-berlin.de/htm/drogen-mischkonsum.htm

http://www.mindzone.info/drogen/mischkonsum/
http://www.suchtmittel.de/info/stoffabhaengige-sucht/001669.php

Die Frage, ob Alkohol statt Wasser in der Shisha schlimmere Auswirkungen hat, ist nicht einfach zu beantworten, da es bisher nicht untersucht wurde.

Die Funktionsweise einer Shisha ist folgendermaßen: in einer Shisha oder Wasserpfeife wird Tabak, oder Cannabis geraucht. Der entstehende Rauch wird durch einen mit Flüssigkeit, meist Wasser, gefüllten Behälter gezogen. Dadurch wird der Rauch gekühlt und leicht gefiltert.

Wird nun Alkohol statt Wasser in die Shisha gefüllt, so kann der heiße Rauch bewirken, dass Alkohol verdampft und eingeatmet wird. Alkohol kann nicht nur durch den Magen in den Organismus aufgenommen werden, sondern auch durch Inhalieren über die Lunge. Je heißer der Rauch wird, umso mehr Alkohol verdampft und kann in der Lunge durch die Bronchien schneller ins Blut aufgenommen werden. Das heißt, schon geringe Mengen an inhaliertem Alkohol können in kurzer Zeit einen sehr starken Rauschzustand bewirken. Die weiteren Risiken der Inhalation von Alkohol sind weitestgehend unerforscht. Bei gleichzeitiger Einnahme von Alkohol und Tabak bzw. Cannabis entsteht außerdem die Gefahr, dass man die Kontrolle über die Wirkung der Drogen verliert. Da man nicht genau weiß, wie Alkohol in einer Shisha wirkt, ist grundsätzlich davon abzuraten!

Stand: 15.03.2012

Autor: Philipp Steinebach

Weiterführende Infos:

http://www.drugcom.de/drogenlexikon/wasserpfeife/

Bundesinstitut für Risikobewertung

http://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte_fragen_und_antworten_zu_wasserpfeifen-8953.html

Aufnahme von Alkohol im Körper:

http://www.suchtschweiz.ch/fileadmin/user_upload/DocUpload/alkohol_koerper.pdf

http://www.drug-infopool.de/rauschmittel/alkohol.html

Eine Bierbong (oft auch Bierstürzer oder Saufmaschine) ist ein Gerät mit dem man große Mengen Alkohol auf einmal trinken kann.

Sie besteht meist aus einem Schlauch, der mit einem Trichter verbunden ist. Das Ende des Schlauchs wird, oft mit einem Ventil, abgedichtet. Schlauch und Trichter werden mit alkoholischen Getränken gefüllt. Das Ende des Schlauchs wird an den Mund angesetzt und der Trichter in die Höhe gehalten. Durch das Öffnen des Ventils kommt das Getränk schnell aus dem Schlauch, wodurch viel Alkohol in kurzer Zeit getrunken werden kann.
Bei einer anderen Variante wird ein Plastikschlauch in eine mit Alkohol gefüllte Flasche gesteckt. Dadurch kann viel Flüssigkeit auf einmal aus der Flasche fließen.
Durch das sehr schnelle Trinken von großen Mengen alkoholischer Getränke wird es schwierig abzuschätzen, wie viel Alkohol man schon getrunken hat. Das macht es problematisch, die Wirkung des Alkohols zu kontrollieren. Der Organismus hat keine Zeit auf einmal so viel Alkohol abzubauen und es tritt eine massive Betrunkenheit bis zum Erbrechen und Koma ein. Oft werden Bierbongs in Verbindung mit Trinkspielen verwendet, wodurch häufig die getrunkene Menge unterschätzt wird.
 
Stand: 15.03.2012
 
Autor: Philipp Steinebach
 

Weiterführende Infos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Bierbong
http://www.suchtmittel.de/info/bier/001538.php

Der sogenannte "Trainigseffekt" in Bezug auf Alkohol beruht auf der Veränderung bestimmter Rezeptoren im Gehirn. Beim Trinken von Alkohol wird ein Botenstoff ausgeschüttet, der die Wirkungen von Alkohol verursacht. Dieser Botenstoff heißt GABA (Gammaaminobuttersäure) und muss an einen Rezeptor andocken, um wirken zu können. Bei vermehrtem und zeitlich gehäuftem Alkoholkonsum versucht der Körper, die „Überschwemmung“ mit GABA zu reduzieren, indem er einfach sehr viele Rezeptoren wegnimmt und so das GABA weniger Möglichkeiten hat, seine Wirkung zu vermitteln. Um die gleiche Wirkung beim Trinken zu erzielen wie jemand „ungeübtes“ muss der „Trainierte“ den „Beschuss“ auf die verbliebenen Rezeptoren erhöhen und mehr trinken. Dieser Effekt wird so immer stärker und die Person „verträgt“ immer mehr. Seine gefährlichen und schädigenden Wirkungen verliert der Alkohol jedoch nicht und richtet so bei erhöhtem Konsum auch mehr Schaden an. Es kommen aber auch noch Veränderungen in der Leber hinzu: Beim regelmäßigen Trinken erhöht der Körper jene Enzyme in der Leber, die den Alkohol abbauen. Es kann dann mehr Alkohol in kürzerer Zeit abgebaut, d.h. aus dem Körper ausgeschieden werden.

Stand: 30.01. 2012

Autor:  Katharina Kraus

Weiterführende Infos:

Alkohol und Alkoholfolgekrankheiten: Grundlagen - Diagnostik - Therapie von Alexander Schneider, Manfred V. Singer und Stephan Teyssen
Pharmakologie und Toxikologie: Arzneimittelwirkungen verstehen - Medikamente gezielt einsetzen von Heinz Lüllmann, Klaus Mohr und Lutz Hein

Für das Jahr 2010 liegen die Zahlen für Personen zwischen 10 und 20 Jahren vor, die im Krankenhaus wegen einer Alkoholvergiftung behandelt wurden. 2010 mussten sich ca. 26.000 Jugendliche in diesem Alter einer Behandlung unterziehen. Für das Jahr 2009 liegen genauere Zahlen vor: im Alter von 10 – 20 Jahren wurden 26.428 Personen erfasst, für das Alter von 20 – 25 Jahren 11.258 Personen und von 25 – 30 Jahren 7159. Das macht insgesamt für 2009 ca. 45.100 Behandlungen von Personen mit der Diagnose „akute Alkoholintoxikation“ im Alter von 10 – 30. Prozentual kann man das nicht genau angeben, da ja eine Person mehrmals behandelt worden sein könnte. Zum Bingedrinking gibt es keine so gute Datenlage, da diese Zahlen auf Eigenangaben in Befragungen beruhen und nicht, anders als Krankenhausaufenthalte, objektiv erfasst  werden können. Hier habe ich eine Zahl aus dem Jahr 2007 gefunden, wonach 26% der befragten Jugendlichen angaben, in den letzten 30 Tagen ein Bingedrinking-Erlebnis gehabt zu haben. Andere Befragungen aus dem selben Jahr kamen auf ein Ergebnis von 19% bei den 12-17jährigen.
 

Stand: 31.01.2012
 
Autor: Katharina Kraus
 

Weiterführende Infos:

http://www.bag-jugendschutz.de/PDF/alkohol-dossier.pdf
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Gesundheit/Krankenhaeuser/Aktuell,templateId=renderPrint.psml
http://www.zeit.de/online/2007/14/alkoholmissbrauch
http://www.ginko-stiftung.de/zahlen/zahlen_alkohol.aspx#anker3
http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Gesundheit/Krankenhaeuser/Tabellen/Content100/DiagnoseAlkoholJahre,templateId=renderPrint.psml
http://de.wikipedia.org/wiki/Rauschtrinken#Binge-Drinking

Leider kann man darauf keine einfache Antwort geben, sondern muss über beide Drogen genauer nachdenken. Mit „schlimm" ist wohl „gefährlich" gemeint. Beide Drogen haben eigene und ganz unterschiedliche Risiken. Die Tatsache, dass Cannabis (Marihuana, Dope) für den Körper weniger gefährlich ist, heißt nicht, dass es die einfachere Droge ist, weil sie viele psychische Risiken mit sich bringt.

Beim Konsum von Drogen (legale oder illegale psychoaktiven Substanzen) spielen immer verschiedene Dinge zusammen: Es gibt körperliche, psychische und soziale Risiken, die man kennen sollte. Die körperliche „Giftigkeit" ist beispielsweise bei Alkohol größer. Die sozialen Gefahren sind beim Kiffen größer: man kommt leichter mit dem Gesetz in Konflikt und eher mit anderen Drogen in Kontakt.

Beispiele: Alkohol ist zwar fast überall legal erhältlich, ist aber trotzdem ein Zellgift, das bereits in kleinen Mengen Schäden anrichten kann. Wer riskant trinkt (also regelmäßig oder sehr viel) schädigt das Gehirn, die inneren Organe und das Nervensystem.

Cannabis, andererseits, ist eine illegale Droge, was bedeutet, dass man gegen das Gesetz verstößt, wenn man es kauft oder besitzt. Und wenn Cannabis geraucht wird, nimmt man die gleichen Giftstoffe wie beim Zigarettenrauchen zu sich und schädigt die Lunge. Außerdem besteht die Gefahr, dass einige Menschen sogar bei einmaligem Konsum eine Psychose entwickeln (das ist eine schwere psychische Erkrankung).

Das Suchtpotential ist bei Alkohol und Cannabis ähnlich groß, wobei Cannabis eher zu psychischer Abhängigkeit führt - besonders, wenn man durch das Kiffen immer wieder einen Anlass sucht, sich vor der eigenen Realität zu drücken oder Probleme zu vergessen. Es gibt immerhin über 250.000 Cannabis-Abhängige Menschen, die in Deutschland behandelt werden.
Und wer zu viel trinkt kann eine sehr starke körperliche Sucht entwickeln, bei der sehr unangenehme Entzugssyndrome auftreten.

Es ist also von Mensch zu Mensch verschieden, welche der beiden Drogen gefährlicher ist. Und das hängt auch davon ab, was man über beide Drogen weiß und wie gut man sich selbst kennt.

 

Stand: 27.10.2011

Autor: Vanessa Gordon

Ja, Drogen wie z.B. LSD aber auch Amphetamine („Speed“), Kokain oder Alkohol können unter bestimmten Umständen Psychosen auslösen. Manche dieser Psychosen verschwinden wieder, wenn die Wirkung der Droge nachlässt. Das kann z.B. infolge einer Überdosis der Fall sein. Manchmal bleiben aber auch Symptome wie Realitätsverlust, Verfolgungsängste, Konzentrationsstörungen oder Schwierigkeiten beim Sprechen über viele Wochen oder sogar Monate bestehen. Dann spricht man von der Krankheit „Schizophrenie“. Diese Krankheit kann durch Drogen ausgelöst werden, wenn Menschen eine Veranlagung dazu haben (z.B. wenn in der Familie ebenfalls jemand an Schizophrenie erkrankt ist). Wer von seinen Eltern und anderen Verwandten weiß, dass diese psychisch erkrankt sind, sollte generell sehr vorsichtig im Umgang mit Alkohol und anderen Drogen sein, d.h. am besten gar nichts konsumieren.

Ja. Alkoholkonsum vor dem Schlafengehen kann die Müdigkeit erhöhen und die Zeit bis zum Einschlafen verkürzen. Dementsprechend “behandelt” sich auch ein großer Teil der Menschen mit Einschlafproblemen auf diese Weise. Allerdings ist die Anwendung nicht ohne Nebeneffekte: obwohl man schneller einschläft, sinkt die Qualität des Schlafes vor allem in der zweiten Nachthälfte (bei höheren Dosen), was am nächsten Tag zu Leistungseinbußen führen kann. Außerdem kann sich (wie bei allen Schlafmitteln) vergleichsweise schnell eine Abhängigkeit ausbilden, auch weil bei regelmäßigem Konsum höhere Mengen nötig sind, um denselben sedierenden (müde machenden) Effekt zu erzielen. Der Körper gewöhnt sich dann an die Wirkung des Alkohols, so dass zunehmend mehr Alkohol getrunken werden muss, um den gleichen Effekt zu haben.
Und warum hilft Alkohol beim Einschlafen?
Nun, Ethanol wirkt auf den Hirnstoffwechsel bzw. Rezeptoren im Gehirn (sogenanntes Gamma-Aminobuttersäure-Neurotransmittersystem). Die Aktivierung dieses Systems verringert die Aktivität von anderen Systemen: Man kann sich entspannen, man macht sich weniger Sorgen, das Stresslevel sinkt.

 

Stand: 20.06.2011

Autor: Scheller

Weiterführende Infos:

Welche Menge Alkohol tödlich wirkt, hängt von vielen Faktoren ab, z. B. Geschlecht, Alter, Toleranzentwicklung und körperliche Voraussetzungen des Trinkenden. Ein Schätzwert sind 3 bis 6 Promille, wobei Schwankungen nach oben und unten möglich sind. In diesen Konzentrationen kann die toxische (giftige) Wirkung des Alkohols zu Atemlähmungen und/oder Kreislaufversagen führen, so dass ohne medizinische Behandlung nach einem (mehrstündigem) Koma der Tod eintritt. Schon bei weniger Promille kann die Alkoholvergiftung tödlich verlaufen, beispielsweise bei Bewusstlosigkeit durch Unterkühlung (die Blutgefäße in der Haut erweitern sich durch den Alkohol und mehr Wärme wird an die Umgebung abgegeben) oder wenn Erbrochenes in die Lunge gerät und zum Ersticken führt.

 

Stand: 20.06.2011

Autor: Scheller

Weiterführende Infos:

Alkoholvergiftung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholvergiftung

Verknüpfung von Alkohol und Sterblichkeit:
http://www.api.or.at/sp/texte/001/todgift.htm

Der Einfluss von geringem Alkoholkonsum auf die Verdauung nach einer üppigen Mahlzeit ist bisher kaum wissenschaftlich untersucht worden. Auch wenn der Verdauungsschnaps das subjektive Wohlbefinden erhöht, lässt sich nicht sicher sagen, wie er sich körperlich auswirkt.
Die einzige dazu durchgeführte Studie (mit Käsefondue) hat lediglich festgestellt, dass die Verweildauer der Nahrung im Magen zunimmt, wobei offenblieb, ob das nun die Nährstoffaufnahme verbessert oder nicht. Negative Effekte wie Sodbrennen oder Blähungen erlebten die schnapstrinkenden Teilnehmer der Studie jedenfalls nicht, also scheint der Verdauungsschnaps zumindest nicht zu schaden.
Anders ist es bei Kräuterschnäpsen. Mit Inhaltsstoffen wie Anis, Enzianwurzel, Wermut, Löwenzahn oder Ähnlichem regen sie die Verdauung an. Genauso gut könnte man natürlich auch einfach einen Tee trinken.

 

Weiterführende Infos:

Die Studie (und daran anschließende Fachdiskussion):
http://www.bmj.com/content/341/bmj.c6731

Dazu ein Artikel in der Ärztezeitung:
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_kra...

Zu Kräuterschnäpsen:
http://www.gourmetratgeber.de/Getraenke/Kraeuterschnaps_zur_Verdauung.php

Es gibt Studien, die für sehr geringen Alkoholkonsum eine gefäßschonende Wirkung beschreiben; Alkohol soll demnach helfen, Schlaganfälle und Herzinfarkte durch eine bessere Durchblutung und weniger verstopfende Ablagerungen in den Gefäßen zu vermeiden. Allerdings können die gesundheitlichen Risiken die guten Wirkungen bei weitem übertreffen und diese Wirkungen sind nur bei geringen Mengen beschrieben. Alkohol kann Leber, Gehirn und den Magen-Darm-Trakt erheblich schädigen und ist deshalb keine Medizin und kein Ersatz für einen gesunden Lebenswandel und viel Sport.

Stand: 08.06.2011
 
Autor: Katharina Kraus  

Weiterführende Infos:

Singer, Manfred V. & Teyssen, Stephan (2002). Moderater Alkoholkonsum - Gesundheitsförderlich oder schädlich? Dtsch Arztebl; 99(16): A-1103 / B-916 / C-858. Online unter: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=31285
http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol#M.C3.B6gliche_positive_gesundheitli...
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2004/0210/007_alkohol.jsp

Nein, Alkohol erzeugt nur das Gefühl von Wärme, denn er öffnet die kleinen Blutgefäße überall im Körper, auch an der Haut. Das durchströmende warme Blut erzeugt ein Wärmegefühl, ähnlich wie bei einer Entzündung. In Wahrheit wird aber durch die offenen Gefäße vor allem an der Haut viel mehr Wärme an die Umgebung abgegeben als sonst. Deswegen kann man, wenn man im Winter draußen etwas trinkt, viel schneller auskühlen als normal.

 

Stand: 08.06.2011
 
Autor: Katharina Kraus

Weiterführende Infos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol
http://www.test.de/themen/essen-trinken/meldung/Alkohol-Truegerische-Wae...

Ja, im Regelfall vertragen Frauen weniger Alkohol als Männer. Das liegt an mehreren Faktoren, zum Beispiel sind Frauen normalerweise leichter als Männer und haben hormonbedingt einen langsameren Abbau des Alkohols. Der wichtigste Grund ist aber, dass Frauen einen höheren Körperfettanteil im Vergleich zum Körperwasser haben als Männer. Alkohol verteilt sich aber nur im Körperwasser, deswegen ist bei gleicher Menge Alkohol die Konzentration im Körper bei Frauen viel höher, weil er sich nur in einer geringeren Menge Wasser verteilen kann. Deswegen wirkt die gleiche Menge Alkohol bei Frauen stärker als bei Männern.
 

Stand: 08.06.2011
 
Autor: Katharina Kraus
 

Weiterführende Infos:

http://www.praevention.at/seiten/index.php/nav.152/view.154/level.4/
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=25083

Wasser macht zwar nicht schneller wieder nüchtern, hilft dem Körper aber, die Katersymptome zu bekämpfen. Der Alkohol wird in der Leber abgebaut und entzieht dem Körper hierbei sehr viel Wasser (deswegen „treibt“ z.B. Bier so stark). Dieses muss man ersetzen, um die Folgen des Wassermangels (Kopfschmerzen, Übelkeit etc.) zu lindern. Grundsätzlich hat die Flüssigkeitsmenge aber schon Einfluss auf die Frage, wie schnell man betrunken wird. So werden Mädchen unter anderem auch deswegen schneller betrunken als Jungs, weil sie leichter sind und ihr Körper weniger Flüssigkeit enthält (siehe hierzu auch die Frage „Vertragen Frauen weniger als Männer?“)
 

Stand: 08.06.2011
 
Autor: Katharina Kraus
 

Weiterführende Infos:

http://de.wikipedia.org/wiki/Ethanol
http://de.wikipedia.org/wiki/Kater_%28Alkoholintoxikation%29
http://www.kenn-dein-limit.info/index.php?id=51

Dieses Sprichwort ist falsch, denn egal wie man verschiedene Alkoholika mischt, es kommt zunächst auf die Menge an und nicht auf die Art des Getränks. Eine Möglichkeit mit der dieses Sprichwort zusammenhängen könnte, ist, dass der Zucker, der in Mischgetränken wie Cocktails, in Likören oder auch in Wein vorhanden ist, den Abbau von Alkohol verzögert und dieser damit länger wirkt – eben auch auf den Kopf, der dann am nächsten Tag dick werden kann. Es gibt aber auch weitere Ideen zum Ursprung dieses Sprichwortes, welches vermutlich aus dem Mittelalter kommt: Eine Erklärung besagt, dass der Adel das Biertrinken als unsittlich empfand und daher durch solche Sprüche unterbinden wollte. Eine andere Erklärung könnte sein, dass das Biertrinken in wohlhabenden Kreisen meist erst am späteren Abend begann, wenn bereits alle Weinvorräte aufgebraucht waren. Stieg man dann auf Bier um, so bedeutete dies einen starken „Kater“ am nächsten Tag. Dies hatte dann aber eher mit der Menge als mit der Reihenfolge von Bier und Wein zu tun. Prinzipiell empfiehlt es sich, bei einer Sorte Alkohol zu bleiben, um nicht den Überblick zu verlieren.

 

Stand: 08.06.2011
 
Autor: Katharina Kraus
 

Weiterführende Infos:

http://www.geo.de/GEO/mensch/medizin/1834.html

Aspirin wirkt schmerzlindernd und kann so die Kopfschmerzen eines Katers lindern. Allerdings kann es den Kater sogar durch die Nebenwirkungen verschlimmern, zum Beispiel die Übelkeit verstärken und Magenschmerzen hervorrufen. Ohne Nebenwirkungen kann man viel Wasser trinken und Mineralstoffe beispielsweise in Form von Salz zu sich nehmen. Möchte man etwas gegen die Schmerzen nehmen, ist Ibuprofen ungefährlicher. Zu bedenken ist aber natürlich auch, dass ein Kater immer ein Zeichen für zuviel Alkohol darstellt und das Einnehmen von Schmerzmittel nur dazu dient ein "natürliches Warnsignal" des Körpers auszuschalten!

Gurken enthalten sehr viel Wasser (97g Wasser auf 100g Gurke) und helfen so, den Körper wieder mit Wasser zu versorgen. Vor allem in Verbindung mit Salz, das die verlorenen Mineralstoffe zu ersetzen hilft, tun Gurken sicherlich gut - einfacher wäre es allerdings, schon von vorneherein viel Wasser zu trinken und Mineralstoffe in Form von salzigen Chips oder ähnlichem zuzuführen. Und letztlich ist ein Kater natürlich auch immer ein Zeichen dafür, dass man deutlich zuviel Alkohol getrunken hat.

Der Wirkstoff von Aspirin ist Acetylsalicylsäure (ASS). Diese ist - wie der Name schon sagt - sauer und somit reizend. Die durch den Alkohol ohnehin schon angegriffene Magenschleimhaut kann so noch mehr gereizt werden, was zu Sodbrennen, Magenschmerzen, Übelkeit oder im schlimmsten Falle auch zu Blutungen führen kann. Da aber Aspirin gleichzeitig die Blutgerinnung über längere Zeit hemmt, können diese Blutungen besonders schwer ausfallen und so zu einer ernsten Gefahr werden. Bei langanhaltendem Gebrauch von ASS können sogar Magengeschwüre entstehen. Außerdem besteht besondere Gefahr bei Asthmatikern, hier kann ASS einen Anfall auslösen.

Als „Kater“ bezeichnet man die Folgeerscheinungen von starkem Alkoholkonsum, die meist am nächsten Tag auftreten. Dazu zählen eine Beeinträchtigung der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühle, Übelkeit und Niedergeschlagenheit. Alkohol entzieht dem Körper Wasser – allerdings benötigt der Körper für den Abbau von Alkohol mehr Flüssigkeit und Mineralstoffe als er aufgenommen hat. Das fehlende Wasser entzieht er den Organen - und dem Gehirn. Die Folgeerscheinungen sind, dass der Blutzuckerspiegel sinkt und Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel auftreten. Wissenschaftlich gesehen ist der Kater eine Alkoholvergiftung.

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