Bei den meisten Erkrankungen sollte man die bewusstseinsverändernden Drogen eher vermeiden. Die Krankheit ist für den Organismus schon eine große Belastung. Wenn man zusätzlich noch Drogen nimmt, sind die Reserven des Körpers bald ausgeschöpft. Bei bestimmten Erkrankungen werden jedoch verschiedene Substanzen zur Behandlung eingesetzt, die sonst verboten sind. So hat sich THC (der Wirkstoff von Cannabis) in der Behandlung der Begleitsymptome von autoimmunen Erkrankungen (z.B. Aids, Multiple Sklerose), sowie bei der Schmerztherapie, Angsterkrankungen und Depressionen als wirksam erwiesen. Auch wurde gezeigt, dass die Einnahme von Cannabinoiden das Risiko für das Auftreten epileptischer Anfälle mindert. Wegen verschiedenen Nebenwirkungen, wie z.B. Auslösung einer Psychose (schwere psychische Erkrankung) oder Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, ist jedoch THC für die Behandlung oder Vorbeugung von Epilepsie nicht zugelassen. Da es schwierig abzuschätzen ist, welche langfristigen Folgen der Cannabiskonsum bei sich selbst haben kann, ist es eher davon abzuraten.

Stand: 04.04.2012

Autor: Ede Nagy

Weiterführende Informationen:

http://www.uniklinik-freiburg.de/epilepsie/live/infos/cannabisundepilepsien.html