Rauchen verändert viele körperliche und geistige Funktionen. Nikotin versetzt den Körper in eine Art Alarmzustand, lässt den Darm mehr arbeiten und vermindert den Appetit. Dabei nimmt der Körper weniger Nahrung zu sich und baut zudem mehr Kalorien ab, als er es sonst tun würde. Psychisch vermisst der ehemalige Raucher in der Entwöhnung auch den Akt des Rauchens – zum Beispiel das Führen der Zigarette zum Mund. So kann es nach der Umstellung vom Rauchen zum Nichtrauchen zusätzlich zu gesteigerten Appetit, verminderten Kalorienabbau und zum Essen aus „Gewohnheit“ kommen, damit man eben etwas zwischen den Fingern und im Mund hat. Man nennt das auch „Ersatzbefriedigung“. Wenn man um all diese Gefahren weiß, kann man sich schon darauf einstellen und der Gewichtszunahme vorbeugen, indem man zum Beispiel auf zuckerhaltige Getränke und Süßes „zwischendurch“ verzichtet und stattdessen zu gesünderen Varianten wie Obst, Gemüse und zuckerfreien Getränken greift. Die Gewichtszunahme beim Rauchstopp lässt sich also durch gezielte Veränderungen des eigenen Essverhaltens mitsteuern.

Stand: 08.06.2011

Autor: Katharina Kraus

Weiterführende Infos:

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/nimmt-man-zu-wenn-man-mit-dem-rauchen-aufhoert-a-1129305.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Nikotin#Physiologische_Wirkung