Nein. Auf Dauer ist es für einen Alkoholiker ungesünder weiter zu trinken. Der fortwährende Konsum schädigt verschiedene innere Organe dauerhaft und senkt die mentale und die körperliche Leistungsfähigkeit erheblich. Ein Grund dafür ist, dass im Gehirn bei jedem Rausch Hirnzellen absterben und dadurch zum Beispiel das Kurzzeitgedächtnis nicht mehr richtig arbeiten kann. Auch das Herz leidet unter dem kontinuierlichen Trinken, so dass es zu Herzrhythmus- und Durchblutungsstörungen kommen kann. Am häufigsten betroffen von chronischem Konsum ist aber die Leber, da sie den Alkohol fast vollständig allein abbaut. In der Folge verändert sich ihre Struktur und es kann zu Funktionsstörungen oder im fortgeschrittenen Stadium zu einer Leberzirrhose (schwere Organstörung) kommen. Weiter trinken heißt häufig, den Entzugserscheinungen entgehen, die sich äußerst unangenehm und ungesund anfühlen, weil der Körper auf die fehlende Droge reagiert, anfangs etwa mit Zittern, Kopfschmerzen und Erbrechen. Bei chronischen Trinkern kommen Krampfanfälle und häufig das „Delirium Tremens“ hinzu, das heißt Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Verwirrtheit und erhöhter Herzschlag.

 

Quellen:

Singer, Manfred V, Batra, Anil, & Mann, Karl. (2011). Alkohol und Tabak. Grundlagen und Folgeerkrankungen. Stuttgart-New York: Thieme.

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