Entzugserscheinungen entstehen, wenn man aufhört, Alkohol oder eine andere Droge zu nehmen. Die Entzugserscheinungen sind der anfänglichen Wirkung der Droge entgegengesetzt und deshalb von Droge zu Droge unterschiedlich, je nachdem welche Wirkung sie hervorruft. Die Intensität der Entzugserscheinungen hängt von der Konsumdauer und –menge ab. Fast immer fühlen sich die Entzugserscheinungen aber extrem unangenehm an. Man unterscheidet zwischen körperlichen und psychischen Entzugserscheinungen. Körperliche Entzugserscheinungen treten schon einige Stunden nach der letzten Einnahme der Droge auf und reichen von Unruhe, Schweißausbrüchen, Zittern, Schwächegefühl, Gliederschmerzen und Magenkrämpfen bis hin zu Muskelzittern, Brechreiz, Kreislaufstörungen, Tränenfluss, Körpertemperaturschwankungen und lebensbedrohlichen Zuständen mit schweren Krampfanfällen und akuten Geistesstörungen.
Psychische Entzugserscheinungen umfassen Angst, depressive Verstimmungen, Selbstmordgedanken und das so genannte Craving, das Verlangen nach weiterem Konsum. Bis die psychischen Entzugserscheinungen ganz verschwinden, können Monate oder sogar Jahre vergehen.